Basteien Komplex (Jonas Hügel, Bastion Geldern)

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Turgaus Str. 37, Klaipėda
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Jonas Hügel – ein Ort, wo viele Veranstaltungen der Stadtgemeinschaft Klaipėda, inbegriffen auch das Meeresfest, stattfinden. Hier werden Fasching und Johannestag gefeiert und während der Feste viel Musik gespielt. Wussten Sie, dass der romantische Name, der wahrscheinlich von der hier gestandenen und nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Evangelisch – Lutherischen St. Johann Kirche (gebaut im Jahr 1706) stammt, noch eine spannende und mit der Verteidigung der Stadt verbundene Geschichte verbirgt?
Für Beginn der Stadt wird das Jahr 1252 gehalten, als damals an der Danė Flussmündung der Livländische Orden die Memelburg gebaut hatte, um die dann die Stadt entstand. Nach dem Niedergang des Staatswesens des Deutschen Ordens, gehörte Klaipėda seit 1525 dem Preußischen Herzogtum und seit 1701 – dem Königreich Preußen. In den Jahren 1627 – 1629 wurden um die Stadt Befestigungen in holländischer Bauart, nach dem Projekt des Ingenieurs Rene Carracioli de Niastre, gebaut. Es wurden ca. 3,5 m hohen Wälle und Basteien aufgeschüttet und um die herum Wassergräben gegraben. Als diese fertig gestellt wurden und in der Mitte des 18. Jh. die Stadt rekonstruiert wurde, war die Stadt von der östlichen und südlichen Seite von Basteibefestigungen umschlossen und im Norden von dem Fluss Naujoji Danė (dt. Neue Danė) geschützt, so konnte man in die Stadt nur über die Tilto (dt. Brücke), Kūlių (dt. Steine) und Malūnų (dt. Mühlen) Tore gelangen. Dieses System beschützte Klaipėda während der Besetzung der schwedischen (1629 – 1635) und russischen (1757 – 1762) Armeen. Diese Basteien erinnern auch an den berühmten russischen Generalissimus Alexander Suworow. Als Klaipėdas von der russischen Armee besetzt wurde, führte er während des Siebenjährigen Krieges (1756 – 1763) das Kommando.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verloren die Befestigungen ihre Bedeutung. Es wurde genehmigt, die Befestigungen zu entfernen. Die Wälle wurden vermietet, die Gräben – zugeschüttet und die Ziegel der Tore für andere Baustellen verwendet.
Auf dem bildhaften Jonas Hügel, das sich am Ende der am Teatro aikštė (dt. Theaterplatz) beginnenden Turgaus Str. (dt. Marktstr.) befindet, sind Fragmente des restaurierten Abwehrsystems der Basteien erhalten. Der Komplex besteht aus drei Teilen. Das erste – die Galdern und Purmark Basteien, Kurtine (eine, die angrenzenden Basteien verbindende, Schutzmauer), Ravelin (künstlich aufgeschüttete Insel in Form eines Flugdrachen, zu der eine Holzbrücke führte) und Wasserschutzgraben. Das zweite – Reste der Preußen Bastei (heute steht hier im Jahr 1896 gebautes Gesundheitszentrum). Das dritte – Reste der Malūno (dt. Mühle) Bastei (heute ein Schulgebäude).

Basteien Komplex (Jonas Hügel, Bastion Geldern)

Turgaus Str. 37, Klaipėda

Jonas Hügel – ein Ort, wo viele Veranstaltungen der Stadtgemeinschaft Klaipėda, inbegriffen auch das Meeresfest, stattfinden. Hier werden Fasching und Johannestag gefeiert und während der Feste viel Musik gespielt. Wussten Sie, dass der romantische Name, der wahrscheinlich von der hier gestandenen und nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Evangelisch – Lutherischen St. Johann Kirche (gebaut im Jahr 1706) stammt, noch eine spannende und mit der Verteidigung der Stadt verbundene Geschichte verbirgt?
Für Beginn der Stadt wird das Jahr 1252 gehalten, als damals an der Danė Flussmündung der Livländische Orden die Memelburg gebaut hatte, um die dann die Stadt entstand. Nach dem Niedergang des Staatswesens des Deutschen Ordens, gehörte Klaipėda seit 1525 dem Preußischen Herzogtum und seit 1701 – dem Königreich Preußen. In den Jahren 1627 – 1629 wurden um die Stadt Befestigungen in holländischer Bauart, nach dem Projekt des Ingenieurs Rene Carracioli de Niastre, gebaut. Es wurden ca. 3,5 m hohen Wälle und Basteien aufgeschüttet und um die herum Wassergräben gegraben. Als diese fertig gestellt wurden und in der Mitte des 18. Jh. die Stadt rekonstruiert wurde, war die Stadt von der östlichen und südlichen Seite von Basteibefestigungen umschlossen und im Norden von dem Fluss Naujoji Danė (dt. Neue Danė) geschützt, so konnte man in die Stadt nur über die Tilto (dt. Brücke), Kūlių (dt. Steine) und Malūnų (dt. Mühlen) Tore gelangen. Dieses System beschützte Klaipėda während der Besetzung der schwedischen (1629 – 1635) und russischen (1757 – 1762) Armeen. Diese Basteien erinnern auch an den berühmten russischen Generalissimus Alexander Suworow. Als Klaipėdas von der russischen Armee besetzt wurde, führte er während des Siebenjährigen Krieges (1756 – 1763) das Kommando.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verloren die Befestigungen ihre Bedeutung. Es wurde genehmigt, die Befestigungen zu entfernen. Die Wälle wurden vermietet, die Gräben – zugeschüttet und die Ziegel der Tore für andere Baustellen verwendet.
Auf dem bildhaften Jonas Hügel, das sich am Ende der am Teatro aikštė (dt. Theaterplatz) beginnenden Turgaus Str. (dt. Marktstr.) befindet, sind Fragmente des restaurierten Abwehrsystems der Basteien erhalten. Der Komplex besteht aus drei Teilen. Das erste – die Galdern und Purmark Basteien, Kurtine (eine, die angrenzenden Basteien verbindende, Schutzmauer), Ravelin (künstlich aufgeschüttete Insel in Form eines Flugdrachen, zu der eine Holzbrücke führte) und Wasserschutzgraben. Das zweite – Reste der Preußen Bastei (heute steht hier im Jahr 1896 gebautes Gesundheitszentrum). Das dritte – Reste der Malūno (dt. Mühle) Bastei (heute ein Schulgebäude).

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