Burg Kaunas

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Pilies Str. 17, Kaunas
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Die älteste aus Backstein gebaute Burg in Litauen ist auch das älteste Gebäude in Kaunas. Zum ersten Mal wird die Burg Kaunas in schriftlichen Quellen, einem Brief des Hochmeisters des Deutschen Ordens Winrich von Kniprode, im Jahr 1361 erwähnt. In diesem Brief erkundigt er sich vor dem Angriff nach der Stärke der Mauern. Mit diesem Jahr beginnt auch die Geschichte der Stadt.
Die erste gemauerte Burg war eingezäunt und ohne Türme. Der an einem strategisch wichtigen Ort, dem Zusammenfluss der Flüsse Nemunas und Neris, entstandenen Burg, fiel eine wichtige Rolle während der Kämpfe des Deutschen Ordens und der Litauer zu. Die im besagten Brief dargelegten Vorhaben der Feinde wurden schon im Jahr 1362 zur Realität: die von Vaidotas, dem Sohn des Großfürsten Kęstutis, geführte Garnison der Festung wurde umstellt. Nach einer dreiwöchigen Belagerung wurde die Burg zerstört. Auf dem Fundament der zerstörten Burg wurde die zweite Burg von Kaunas gebaut. An vier Ecken der Burg wurden vier Türme gebaut, von deren eines bis in die Gegenwart erhalten geblieben ist. Der Innenhof der Burg wurde von bis zu 12 Meter in die Höhe ragenden und bis zu dreieinhalb Meter dicken Mauern geschützt, die wiederum von einem Schutzgraben umrundet waren.
Wegen ihrer geografischen Lage wechselte die Burg mehrmals ihre Besitzer und im dem Jahr 1404 ging die Burg Kaunas wieder in litauische Hände über. In den darauffolgenden Jahrhunderten erlebte die Burg keine weiteren großer Erschütterungen – sie wurde zur Residenz von Vytautas und später der Ältesten der Stadt, rund um die Burg wuchs eine Stadt. Hier gab es auch ein, durch besonders schlechte Bedingungen berüchtigtes, Gefängnis.
Im 16. Jahrhundert schenkte der Großfürst Žygimantas Augustas die Burg und die Stadt Kaunas Barbora Radvilaitė. Eine der zahlreichen Legenden erzählt, dass die Mutter von Žygimantas Augustas, Bona Sforza in der Burg eine Armee gehalten hatte, die auch heute dazu bereit wäre die Stadt vor Schwierigkeiten zu beschützen. In den späteren Jahrhunderten wurde die Burg von den vorbeiziehenden Kriegen stark beschädigt. Besonders stark gelitten hat die Burg im Jahr 1870, als die Mauersteine für das Pflastern von Straßen missbraucht wurden. Nach der Unabhängigkeitserklärung von Litauen wurde das Thema zur Aufräumung der Ruine wieder aufgenommen, die Burg wurde untersucht, das Umfeld aufgeräumt, es wurde mit der Konservierung der Burg begonnen. Die Arbeiten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt.
Seit 1965 gehörte die Burg dem Kaunas Geschichtsmuseum. Als das Tourismusinformationszentrum 2011 ausgezogen war, wurde in dem teilweise wiederhergestellten Teil der Burg Kaunas eine Filiale des Kaunas Stadtmuseums eingerichtet. Die Geschichte der Burg wird in einer langfristigen Exposition vorgestellt. Für Besucher jeden Alters werden edukative Programme angeboten. Im rekonstruierten Burgturm werden Ausstellungen der modernen Kunst – Malerei, Grafik, Fotografie, veranstaltet.

Burg Kaunas

Pilies Str. 17, Kaunas

Die älteste aus Backstein gebaute Burg in Litauen ist auch das älteste Gebäude in Kaunas. Zum ersten Mal wird die Burg Kaunas in schriftlichen Quellen, einem Brief des Hochmeisters des Deutschen Ordens Winrich von Kniprode, im Jahr 1361 erwähnt. In diesem Brief erkundigt er sich vor dem Angriff nach der Stärke der Mauern. Mit diesem Jahr beginnt auch die Geschichte der Stadt.
Die erste gemauerte Burg war eingezäunt und ohne Türme. Der an einem strategisch wichtigen Ort, dem Zusammenfluss der Flüsse Nemunas und Neris, entstandenen Burg, fiel eine wichtige Rolle während der Kämpfe des Deutschen Ordens und der Litauer zu. Die im besagten Brief dargelegten Vorhaben der Feinde wurden schon im Jahr 1362 zur Realität: die von Vaidotas, dem Sohn des Großfürsten Kęstutis, geführte Garnison der Festung wurde umstellt. Nach einer dreiwöchigen Belagerung wurde die Burg zerstört. Auf dem Fundament der zerstörten Burg wurde die zweite Burg von Kaunas gebaut. An vier Ecken der Burg wurden vier Türme gebaut, von deren eines bis in die Gegenwart erhalten geblieben ist. Der Innenhof der Burg wurde von bis zu 12 Meter in die Höhe ragenden und bis zu dreieinhalb Meter dicken Mauern geschützt, die wiederum von einem Schutzgraben umrundet waren.
Wegen ihrer geografischen Lage wechselte die Burg mehrmals ihre Besitzer und im dem Jahr 1404 ging die Burg Kaunas wieder in litauische Hände über. In den darauffolgenden Jahrhunderten erlebte die Burg keine weiteren großer Erschütterungen – sie wurde zur Residenz von Vytautas und später der Ältesten der Stadt, rund um die Burg wuchs eine Stadt. Hier gab es auch ein, durch besonders schlechte Bedingungen berüchtigtes, Gefängnis.
Im 16. Jahrhundert schenkte der Großfürst Žygimantas Augustas die Burg und die Stadt Kaunas Barbora Radvilaitė. Eine der zahlreichen Legenden erzählt, dass die Mutter von Žygimantas Augustas, Bona Sforza in der Burg eine Armee gehalten hatte, die auch heute dazu bereit wäre die Stadt vor Schwierigkeiten zu beschützen. In den späteren Jahrhunderten wurde die Burg von den vorbeiziehenden Kriegen stark beschädigt. Besonders stark gelitten hat die Burg im Jahr 1870, als die Mauersteine für das Pflastern von Straßen missbraucht wurden. Nach der Unabhängigkeitserklärung von Litauen wurde das Thema zur Aufräumung der Ruine wieder aufgenommen, die Burg wurde untersucht, das Umfeld aufgeräumt, es wurde mit der Konservierung der Burg begonnen. Die Arbeiten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg fortgesetzt.
Seit 1965 gehörte die Burg dem Kaunas Geschichtsmuseum. Als das Tourismusinformationszentrum 2011 ausgezogen war, wurde in dem teilweise wiederhergestellten Teil der Burg Kaunas eine Filiale des Kaunas Stadtmuseums eingerichtet. Die Geschichte der Burg wird in einer langfristigen Exposition vorgestellt. Für Besucher jeden Alters werden edukative Programme angeboten. Im rekonstruierten Burgturm werden Ausstellungen der modernen Kunst – Malerei, Grafik, Fotografie, veranstaltet.

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