Die Überreste des Abwehrsystems der Stadt Kaunas

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Kęstučio Str. 82, Kaunas
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Im Zentrum der heutigen Stadt Kaunas, direkt neben dem Kaunas Musiktheater versteckt sich ein kleines aber sehr bedeutendes Stück der Stadtgeschichte. Das, was von dem Abwehrsystem der Stadt geblieben ist – Müller Turm (lt. Malūnininko bokšas) und die Überreste der Stadtmauer.
Diese Objekte werden mit den Jahren 1660 – 1688 datiert, obwohl es dazu auch andere Theorien gibt. Es ist bekannt, dass das schon die dritte Schutzmauer gewesen war. Die erste Schutzmauer verlief höchstwahrscheinlich an den M. Valančiaus und Aleksoto Straßen, die zweite umfasste die etwas größer gewordene Stadt Kaunas, Historiker behaupten, deren Spuren in der Ecke zwischen der A. Mapu und Vilniaus Straßen zu entdecken und beteuern ihren Verlauf an der Kirche des hl. Nikolaus (lt. Šv. Mikalojus). Kehren wir aber zu der dritten Stadtmauer zurück, die auch noch heute bewundert werden kann.
Ein runder zweistöckiger, aus roten Backsteinen gemauerter Turm, ist eines der zwei im Umfang der Stadtmauer gewesener Objekte dieser Art. Der zweite, näher an der heutigen Freiheitsallee (lt. Laisvės alėja) gewesene Turm wurde im Jahr 1894 abgerissen.
Im Erdgeschoss des Müller Turms wurden Schusswaffen gelagert und im ersten Geschoss wurden 17 Schießöffnungen eingerichtet. In dem 9 Meter hohen Turm wurde zwischen den Stockwerken ein Lagerraum eingerichtet.
Wie Historiker Rytis Mekiša im Jahr 2014 geschrieben hatte, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts, als Kaunas zum Zentrum des Gouvernements des Zaren wurde, der bröckelnde Müller Turm in die Hände des Eigentümers des benachbarten Grundstückes Herrn Tomaševskis übergeben, der seinerseits dort eine Werkstatt eingerichtet hatte. Später änderte sich der Zweck der Räume mehrmals, momentan befindet ich in den Räumen ein Restaurant.
Im siebenten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden die nördlich und südlich von dem Müller Turm verlaufenden Abschnitte der Stadtmauer restauriert und konserviert. Die höchste Stelle der erhaltenen Mauer beträgt jetzt 5,3 m und wegen der Höhe der ursprünglichen Mauer wird man sich nicht einig: es gibt Quellen, die eine Mauerhöhe von 6 Metern und andere wiederum sogar von 9 Metern angeben.
2008 wurde neben den Mauerresten ein von dem Architekten Gintautas Natkevičius entworfenes multifunktionales Gebäude Der Turm (lt. Bokštas) gebaut, das sehr deutlich die Altstadt von der neuen Stadt trennt und ausdrücklich ein wichtiges Objekt der Geschichtserbe betont. Die verspiegelte Fassade von dem Turm macht es möglich, den sich darin widerspiegelnden Müller Turm zu betrachten.
Bei der Rekonstruktion der Freiheitsallee, wurden im Sommer 2018, gleich neben der früheren Stadtmauer, direkt hintereinander 2 Schätze gefunden. Die Arbeiter haben mehrere Hundert Messingmünzen ausgegraben, die mit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts datiert werden. Man geht davon aus, dass diese damals jemand außerhalb der Stadt für die dunklen Zeiten versteckt hatte.

Die Überreste des Abwehrsystems der Stadt Kaunas

Kęstučio Str. 82, Kaunas

Im Zentrum der heutigen Stadt Kaunas, direkt neben dem Kaunas Musiktheater versteckt sich ein kleines aber sehr bedeutendes Stück der Stadtgeschichte. Das, was von dem Abwehrsystem der Stadt geblieben ist – Müller Turm (lt. Malūnininko bokšas) und die Überreste der Stadtmauer.
Diese Objekte werden mit den Jahren 1660 – 1688 datiert, obwohl es dazu auch andere Theorien gibt. Es ist bekannt, dass das schon die dritte Schutzmauer gewesen war. Die erste Schutzmauer verlief höchstwahrscheinlich an den M. Valančiaus und Aleksoto Straßen, die zweite umfasste die etwas größer gewordene Stadt Kaunas, Historiker behaupten, deren Spuren in der Ecke zwischen der A. Mapu und Vilniaus Straßen zu entdecken und beteuern ihren Verlauf an der Kirche des hl. Nikolaus (lt. Šv. Mikalojus). Kehren wir aber zu der dritten Stadtmauer zurück, die auch noch heute bewundert werden kann.
Ein runder zweistöckiger, aus roten Backsteinen gemauerter Turm, ist eines der zwei im Umfang der Stadtmauer gewesener Objekte dieser Art. Der zweite, näher an der heutigen Freiheitsallee (lt. Laisvės alėja) gewesene Turm wurde im Jahr 1894 abgerissen.
Im Erdgeschoss des Müller Turms wurden Schusswaffen gelagert und im ersten Geschoss wurden 17 Schießöffnungen eingerichtet. In dem 9 Meter hohen Turm wurde zwischen den Stockwerken ein Lagerraum eingerichtet.
Wie Historiker Rytis Mekiša im Jahr 2014 geschrieben hatte, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts, als Kaunas zum Zentrum des Gouvernements des Zaren wurde, der bröckelnde Müller Turm in die Hände des Eigentümers des benachbarten Grundstückes Herrn Tomaševskis übergeben, der seinerseits dort eine Werkstatt eingerichtet hatte. Später änderte sich der Zweck der Räume mehrmals, momentan befindet ich in den Räumen ein Restaurant.
Im siebenten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden die nördlich und südlich von dem Müller Turm verlaufenden Abschnitte der Stadtmauer restauriert und konserviert. Die höchste Stelle der erhaltenen Mauer beträgt jetzt 5,3 m und wegen der Höhe der ursprünglichen Mauer wird man sich nicht einig: es gibt Quellen, die eine Mauerhöhe von 6 Metern und andere wiederum sogar von 9 Metern angeben.
2008 wurde neben den Mauerresten ein von dem Architekten Gintautas Natkevičius entworfenes multifunktionales Gebäude Der Turm (lt. Bokštas) gebaut, das sehr deutlich die Altstadt von der neuen Stadt trennt und ausdrücklich ein wichtiges Objekt der Geschichtserbe betont. Die verspiegelte Fassade von dem Turm macht es möglich, den sich darin widerspiegelnden Müller Turm zu betrachten.
Bei der Rekonstruktion der Freiheitsallee, wurden im Sommer 2018, gleich neben der früheren Stadtmauer, direkt hintereinander 2 Schätze gefunden. Die Arbeiter haben mehrere Hundert Messingmünzen ausgegraben, die mit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts datiert werden. Man geht davon aus, dass diese damals jemand außerhalb der Stadt für die dunklen Zeiten versteckt hatte.

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