Eketė (Kalotė) Burgwall

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Kretingalė, Kreis Klaipėda
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Ganz in der Nähe von Klaipėda, da wo der Bach Eketė in die Dangė fließt, steht eines der bekanntesten und wahrscheinlich auch der größten Burgwälle der Kuren in Westlitauen – Eketė. In den alten Jahrbüchern wird der Burgwall Akute (Akutte), Ekite genannt. Der Fluss Eketė wurde direkt neben dem Burgwall gestaut, über diesen Damm ist der Burgwall erreichbar.
Der mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datierte Eketė Burgwall hat steile, 8 – 9 m hohe Hänge. Oben auf dem Burgwall – eine geräumige Freifläche in Form eines unregelmäßigen Quadrats und ein von der nördlichen Seite umringender hoher Wall in Form eines Halbbogens. Es wurden auch Reste eines zweiten Burgwalls gefunden und die archäologischen Untersuchungen zeigen, dass es noch drei davon gegeben haben musste. So ein Befestigungsabschnitt lässt eine Annahme zu, dass die hier gestandene Burg der Kuren (die im Dokument der Teilung Kurlands vom 1253 erwähnt wurde) ein wichtiges Objekt gewesen sein muss. Die Größe des Burgwalls verrät uns auch, dass es hier ein befestigtes Stadtzentrum gegeben haben muss. In den historischen Quellen aus dem Jahr 1285 wird die Ortschaft Eketė (Akute, Acheté) erwähnt. Nördlich von dem Burgwall, auf einer Fläche von mindestens 6 ha, findet man Spuren einer alten Siedlung.
Der Eketė Burgwall wurde ausführlich untersucht. Im Jahr 1972 untersuchte das Litauische Geschichtsinstitut, unter der Leitung von Algimantas Merkevičius, eine Fläche von 240 m2 auf der östlichen Seite der Freifläche, und entdeckte eine Kulturschicht, die reich mit Funden und Gebäuderesten bestückt war. Unter den Funden waren auch den Ort der Werkstatt bezeugende Metallwerkzeuge eines Handwerkers, gebundene Bogenpfeilspitzen, römische Münzen, Handspindel aus Bernstein, Halskette aus Glasperlen, Webstuhlgewichte aus Lehm. Diese Funde und auch die gefundene modellierte glatte, raue und getöpferte Keramik bezeugen, dass im Burgwall über ein Jahrtausend durchgehend Menschen gelebt haben müssen. In der Siedlung des Burgwalls gibt es auch eine dicke Kulturschicht, die 1972 und auch später untersucht worden ist. Der halbbogenförmige Wall wurde allerdings noch nicht untersucht.
Die östlichen und südlichen Hänge des Burgwalls fingen an zu zerfallen, nach dem im achten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts der Stausee eigerichtet wurde. In den Jahren 1994, 1996 – 1997 wurde der Burgwall restauriert: die zerfallenden Hänge stabilisiert, die Bepflanzung gepflegt. Der Burgwall ist mit Trieben von gefällten Büschen und der äußere Rand – mit Laubbäumen bewachsen.
Unter den erzählten Legenden auch die Geschichte darüber, dass um sich vor den Russen und Preußen besser verteidigen zu können, die Schweden den Burgwall mit ihren Mützen aufgeschüttet hatten. Andere Legende – über eine hier gestandene reiche Burg der Kreuzritter, die spurlos versunken war. Es wird angenommen, dass es hier einen baltischen Tempel gegeben haben muss, wo Opfergaben für Perkūnas (dt. Donner) gebracht worden sind.

Eketė (Kalotė) Burgwall

Kretingalė, Kreis Klaipėda

Ganz in der Nähe von Klaipėda, da wo der Bach Eketė in die Dangė fließt, steht eines der bekanntesten und wahrscheinlich auch der größten Burgwälle der Kuren in Westlitauen – Eketė. In den alten Jahrbüchern wird der Burgwall Akute (Akutte), Ekite genannt. Der Fluss Eketė wurde direkt neben dem Burgwall gestaut, über diesen Damm ist der Burgwall erreichbar.
Der mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datierte Eketė Burgwall hat steile, 8 – 9 m hohe Hänge. Oben auf dem Burgwall – eine geräumige Freifläche in Form eines unregelmäßigen Quadrats und ein von der nördlichen Seite umringender hoher Wall in Form eines Halbbogens. Es wurden auch Reste eines zweiten Burgwalls gefunden und die archäologischen Untersuchungen zeigen, dass es noch drei davon gegeben haben musste. So ein Befestigungsabschnitt lässt eine Annahme zu, dass die hier gestandene Burg der Kuren (die im Dokument der Teilung Kurlands vom 1253 erwähnt wurde) ein wichtiges Objekt gewesen sein muss. Die Größe des Burgwalls verrät uns auch, dass es hier ein befestigtes Stadtzentrum gegeben haben muss. In den historischen Quellen aus dem Jahr 1285 wird die Ortschaft Eketė (Akute, Acheté) erwähnt. Nördlich von dem Burgwall, auf einer Fläche von mindestens 6 ha, findet man Spuren einer alten Siedlung.
Der Eketė Burgwall wurde ausführlich untersucht. Im Jahr 1972 untersuchte das Litauische Geschichtsinstitut, unter der Leitung von Algimantas Merkevičius, eine Fläche von 240 m2 auf der östlichen Seite der Freifläche, und entdeckte eine Kulturschicht, die reich mit Funden und Gebäuderesten bestückt war. Unter den Funden waren auch den Ort der Werkstatt bezeugende Metallwerkzeuge eines Handwerkers, gebundene Bogenpfeilspitzen, römische Münzen, Handspindel aus Bernstein, Halskette aus Glasperlen, Webstuhlgewichte aus Lehm. Diese Funde und auch die gefundene modellierte glatte, raue und getöpferte Keramik bezeugen, dass im Burgwall über ein Jahrtausend durchgehend Menschen gelebt haben müssen. In der Siedlung des Burgwalls gibt es auch eine dicke Kulturschicht, die 1972 und auch später untersucht worden ist. Der halbbogenförmige Wall wurde allerdings noch nicht untersucht.
Die östlichen und südlichen Hänge des Burgwalls fingen an zu zerfallen, nach dem im achten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts der Stausee eigerichtet wurde. In den Jahren 1994, 1996 – 1997 wurde der Burgwall restauriert: die zerfallenden Hänge stabilisiert, die Bepflanzung gepflegt. Der Burgwall ist mit Trieben von gefällten Büschen und der äußere Rand – mit Laubbäumen bewachsen.
Unter den erzählten Legenden auch die Geschichte darüber, dass um sich vor den Russen und Preußen besser verteidigen zu können, die Schweden den Burgwall mit ihren Mützen aufgeschüttet hatten. Andere Legende – über eine hier gestandene reiche Burg der Kreuzritter, die spurlos versunken war. Es wird angenommen, dass es hier einen baltischen Tempel gegeben haben muss, wo Opfergaben für Perkūnas (dt. Donner) gebracht worden sind.

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