Jiesia Burgwall

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Aleksotas, Kaunas
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Der auch als Napoleon Berg genannte Jiesia oder Pajiesis Burgwall, befindet sich auf dem linken Nemunas Ufer, am Zusammenfluss von Jiesia und Nemunas, in der Piliakalnio (dt. Burgwall) Straße, zwischen den Panemunė- und Eisenbahnbrücken. Der steile und mit Laubbäumen bewachsene Burgwall ist ein natürlicher 63,6 m hoher Hügel. Im Herbst, Winter und Frühling, solange die Bäume noch nicht ihre ganze Laub Pracht hervorgebracht haben, eröffnet sich von dem Burgwall ein wunderschönes Panorama der Stadt Kaunas.

Wie viele anderen, so auch dieser Burgwall, wurde vom Archäologen Petras Tarasenka erforscht. Laut der Aussagen des Archäologen, der Lage des Burgwalls zu urteilen, könnte oben ein keiner Hof mit einer kleinen Burg gestanden haben und unten in südöstlicher Richtung – eine Siedlung von Fischern und Landbauern.

Die Siedlung wurde im Jahr 1997 ausgiebiger erforscht. Es gibt allerdings keine Kenntnisse, wann genau sie gegründet wurde. Die Kulturschicht der Siedlung wird mit den 14.-17.Jahrhunderten datiert, im Umkreis von 1 ha wurden Reste der schon früher hergestellter rauen Keramik und ein Messingring gefunden. Die Funde werden von Archäologen mit dem 11. – 13. Jh. datiert.

Man geht davon aus, dass von diesem Hügel aus, der Kaiser Napoleon im Juni 1812, drei Tage und drei Nächte die Übersetzung der französischen Armee über Nemunas beobachtet hatte. Aus diesem Grund wird der Burgwall auch Napoleon Berg genannt. Die Zeitgenossen erzählten, dass am Abend vor der Übersetzung, der hier angereiste General sich einen Gehrock von Oberst Mykolas Pongovskis anzog und seinen Hut aufsetzte. Nach Betrachtung der Umgebung befahl Napoleon die Kanonen auf den Burgwall zu ziehen, damit diese den über Nemunas sich übersetzenden Regimentern Feuerschutz geben können. Diese mussten dann aber doch nicht in Anspruch genommen werden, da der Armee kein Widerspruch geleistet wurde.

1913 zu Feier des Hundertjährigen Jubiläums des Feldzuges von Napoleon, hat Kaiser Nikolaus II Kaunas und den Burgwall besucht. Es wurde überlegt an dieser Stelle ein Denkmal als Erinnerung an den Feldzug zu bauen, diese Idee wurde allerdings niemals verwirklicht.

Am 200. Jahrestag des Feldzuges, der einem Teil der Litauer Hoffnung schenkte die russische Unterdrückung loszuwerden, haben mehr als tausend Teilnehmer die Übersetzung der französischen Armee nachgeahmt. An dieser Rekonstruktion haben Enthusiasten aus Litauen, Frankreich, Russland, Tschechien, Polen, Ukraine, Weißrussland und Lettland mitgewirkt.

In der letzten Zeit werden immer häufiger auf dem Berg altertümliche baltische Feste gefeiert, hier wird jedes Jahr am 6. Juli die Nationalhymne von Litauen (lt. Tautiška giesmė) gesunden.

Jiesia Burgwall

Aleksotas, Kaunas

Der auch als Napoleon Berg genannte Jiesia oder Pajiesis Burgwall, befindet sich auf dem linken Nemunas Ufer, am Zusammenfluss von Jiesia und Nemunas, in der Piliakalnio (dt. Burgwall) Straße, zwischen den Panemunė- und Eisenbahnbrücken. Der steile und mit Laubbäumen bewachsene Burgwall ist ein natürlicher 63,6 m hoher Hügel. Im Herbst, Winter und Frühling, solange die Bäume noch nicht ihre ganze Laub Pracht hervorgebracht haben, eröffnet sich von dem Burgwall ein wunderschönes Panorama der Stadt Kaunas.

Wie viele anderen, so auch dieser Burgwall, wurde vom Archäologen Petras Tarasenka erforscht. Laut der Aussagen des Archäologen, der Lage des Burgwalls zu urteilen, könnte oben ein keiner Hof mit einer kleinen Burg gestanden haben und unten in südöstlicher Richtung – eine Siedlung von Fischern und Landbauern.

Die Siedlung wurde im Jahr 1997 ausgiebiger erforscht. Es gibt allerdings keine Kenntnisse, wann genau sie gegründet wurde. Die Kulturschicht der Siedlung wird mit den 14.-17.Jahrhunderten datiert, im Umkreis von 1 ha wurden Reste der schon früher hergestellter rauen Keramik und ein Messingring gefunden. Die Funde werden von Archäologen mit dem 11. – 13. Jh. datiert.

Man geht davon aus, dass von diesem Hügel aus, der Kaiser Napoleon im Juni 1812, drei Tage und drei Nächte die Übersetzung der französischen Armee über Nemunas beobachtet hatte. Aus diesem Grund wird der Burgwall auch Napoleon Berg genannt. Die Zeitgenossen erzählten, dass am Abend vor der Übersetzung, der hier angereiste General sich einen Gehrock von Oberst Mykolas Pongovskis anzog und seinen Hut aufsetzte. Nach Betrachtung der Umgebung befahl Napoleon die Kanonen auf den Burgwall zu ziehen, damit diese den über Nemunas sich übersetzenden Regimentern Feuerschutz geben können. Diese mussten dann aber doch nicht in Anspruch genommen werden, da der Armee kein Widerspruch geleistet wurde.

1913 zu Feier des Hundertjährigen Jubiläums des Feldzuges von Napoleon, hat Kaiser Nikolaus II Kaunas und den Burgwall besucht. Es wurde überlegt an dieser Stelle ein Denkmal als Erinnerung an den Feldzug zu bauen, diese Idee wurde allerdings niemals verwirklicht.

Am 200. Jahrestag des Feldzuges, der einem Teil der Litauer Hoffnung schenkte die russische Unterdrückung loszuwerden, haben mehr als tausend Teilnehmer die Übersetzung der französischen Armee nachgeahmt. An dieser Rekonstruktion haben Enthusiasten aus Litauen, Frankreich, Russland, Tschechien, Polen, Ukraine, Weißrussland und Lettland mitgewirkt.

In der letzten Zeit werden immer häufiger auf dem Berg altertümliche baltische Feste gefeiert, hier wird jedes Jahr am 6. Juli die Nationalhymne von Litauen (lt. Tautiška giesmė) gesunden.

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