Kaunas Festung Fort IX

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Žemaičių Weg 75, Kaunas
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Laut dem anfänglichen, vom Kaiser Alexander II bestätigten Plan der Kaunas Festung, bestand der Verteidigungsring der Stadt bis in das Jahr 1890 aus acht Forts und neun Batterien. Kurz nach Abschluss der Bauarbeiten und bei immer stärker werdenden Kriegs Vorahnung, musste das Konzept der Festung überdacht werden – schon 1903 wurde es an dem damaligen Kumpė Dorf mit den Bauarbeiten für den zukünftigen Fort IX begonnen, die einen Jahrzehnt gedauert haben.
Das Neue Fort wurde nach dem Projekt vom 1897 von K. Velička gebaut und ist das modernste aller der fertiggebauten Forts der Kaunas Festung: seine Befestigungen waren aus Beton und es gab elektrische Beleuchtung. Während des Ersten Weltkrieges wurde dieses Fort kaum beschädigt, im Jahr 1915 wurde es von der Kaiserlichen Armee übernommen.
Nach der Gründung der Ersten Republik und als die Plätze in den Strafvollzugsanstalten knapp wurden, wurde das Fort IX vom Justizministerium übernommen. Hier saßen ihre Strafen ab und arbeiteten in der Landwirtschaft im Verwaltungsrecht bestrafte kriminelle und politische Gefangene – die meisten davon Mitglieder der kommunistischen Partei Litauens.
Bei der ersten sowjetischen Okkupation Litauens, ging das Fort IX im Jahr 1940 in die Disposition des Innenministeriums der UdSSR – alle hierher aus dem ganzen Land versandten Gefangenen wurden in den Gulag Lager (Netz von Straf- und Arbeitslagern in der Sowjetunion) geschickt. Im Jahr 1941 haben hier die Deutschen die Leitung übernommen. Seit dem Oktober desselben Jahres, bis zum August 1944, als die Sowjets zum zweiten Mal in Kaunas aufgetaucht sind, wurden im Fort IX massenhaft Menschen getötet. Man geht davon aus, dass hier ca. 50 Tausend Menschen aus Litauen, Österreich, Polen, Frankreich und Sowjetunion ihr Leben verloren haben.
1959 wurde im Fort IX ein Museum der Revolutionsgeschichte eröffnet und ein Jahr später wurde es mit den Untersuchungen der Massenmorde begonnen. Kurz darauf wurde mit der Planung eines Memorials angefangen. Die Ausschreibung für den Bau des Memorials hat das Projekt von Alfonsas Vincentas Ambraziūnas, Gediminas Baravykas und Vytautas Vielius gewonnen. Die Bauarbeiten eines der größten Denkmäler – Monumente in Europa dauerten sogar bis in das Jahr 1983. Das 32 Meter hohe, aus drei Skulpturengruppen bestehende Denkmal-Monument in Gedenken an die Opfer des Nazismus wurde zu einem bekanntesten gegenwärtigen Wahrzeichen der Stadt Kaunas.
Nach der Unabhängigkeitserklärung wurden im Museum neue Ausstellungen eröffnet, die nicht nur von den Nazis, sondern auch von den Sowjets, an der Menschheit begangenen Verbrechen berichten. Hier werden regelmäßig unterschiedliche Events, Gedenkfeiern, Treffen und Filmveranstaltungen organisiert.

Kaunas Festung Fort IX

Žemaičių Weg 75, Kaunas

Laut dem anfänglichen, vom Kaiser Alexander II bestätigten Plan der Kaunas Festung, bestand der Verteidigungsring der Stadt bis in das Jahr 1890 aus acht Forts und neun Batterien. Kurz nach Abschluss der Bauarbeiten und bei immer stärker werdenden Kriegs Vorahnung, musste das Konzept der Festung überdacht werden – schon 1903 wurde es an dem damaligen Kumpė Dorf mit den Bauarbeiten für den zukünftigen Fort IX begonnen, die einen Jahrzehnt gedauert haben.
Das Neue Fort wurde nach dem Projekt vom 1897 von K. Velička gebaut und ist das modernste aller der fertiggebauten Forts der Kaunas Festung: seine Befestigungen waren aus Beton und es gab elektrische Beleuchtung. Während des Ersten Weltkrieges wurde dieses Fort kaum beschädigt, im Jahr 1915 wurde es von der Kaiserlichen Armee übernommen.
Nach der Gründung der Ersten Republik und als die Plätze in den Strafvollzugsanstalten knapp wurden, wurde das Fort IX vom Justizministerium übernommen. Hier saßen ihre Strafen ab und arbeiteten in der Landwirtschaft im Verwaltungsrecht bestrafte kriminelle und politische Gefangene – die meisten davon Mitglieder der kommunistischen Partei Litauens.
Bei der ersten sowjetischen Okkupation Litauens, ging das Fort IX im Jahr 1940 in die Disposition des Innenministeriums der UdSSR – alle hierher aus dem ganzen Land versandten Gefangenen wurden in den Gulag Lager (Netz von Straf- und Arbeitslagern in der Sowjetunion) geschickt. Im Jahr 1941 haben hier die Deutschen die Leitung übernommen. Seit dem Oktober desselben Jahres, bis zum August 1944, als die Sowjets zum zweiten Mal in Kaunas aufgetaucht sind, wurden im Fort IX massenhaft Menschen getötet. Man geht davon aus, dass hier ca. 50 Tausend Menschen aus Litauen, Österreich, Polen, Frankreich und Sowjetunion ihr Leben verloren haben.
1959 wurde im Fort IX ein Museum der Revolutionsgeschichte eröffnet und ein Jahr später wurde es mit den Untersuchungen der Massenmorde begonnen. Kurz darauf wurde mit der Planung eines Memorials angefangen. Die Ausschreibung für den Bau des Memorials hat das Projekt von Alfonsas Vincentas Ambraziūnas, Gediminas Baravykas und Vytautas Vielius gewonnen. Die Bauarbeiten eines der größten Denkmäler – Monumente in Europa dauerten sogar bis in das Jahr 1983. Das 32 Meter hohe, aus drei Skulpturengruppen bestehende Denkmal-Monument in Gedenken an die Opfer des Nazismus wurde zu einem bekanntesten gegenwärtigen Wahrzeichen der Stadt Kaunas.
Nach der Unabhängigkeitserklärung wurden im Museum neue Ausstellungen eröffnet, die nicht nur von den Nazis, sondern auch von den Sowjets, an der Menschheit begangenen Verbrechen berichten. Hier werden regelmäßig unterschiedliche Events, Gedenkfeiern, Treffen und Filmveranstaltungen organisiert.

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