Klaipėda Burg und Basteien Komplex

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Žvejų Str. 10-12, Klaipėda
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Klaipėda Burg, damals – Memelburg, wurde das erste Mal in einem Dokument von 29. Juli 1252 genannt, wo der Magister Eberhard von Zeine mit dem Bischof von Kurland Heinrich den Bau einer Burg aus Holz, zwischen Nemunas und Danė, vereinbarten. Die Sechshundertjährige Geschichte der Burg, die sowohl Gotik, wie auch Renaissance Merkmale aufwies, endete in der zweiten Hälfte des 19. Jh., als ihre letzten Mauern abgerissen worden sind. Kann man trotzdem noch etwas aus diesen vergangenen Zeiten im heutigen Klaipėda sehen? Selbstverständlich. Erhalten sind zwei Poternen und ihre Basteien, westliche Kurtine, ein Teil vom Burggraben.
Man geht davon aus, dass die erste Burg fliehburgartig gebaut worden war, sie bestand aus einer viereckigen, mit steinernen Mauern, Wall und Graben umschlossenen Freifläche. Auf dem Hof standen dem Orden und dem Bischof von Kurland, welcher selbst die Bauarbeiten beaufsichtigt hatte, gehörende Holz- und Mauergebäude. Zwischen dem 13. und 14. Jahrhunderten wurde die Burg komplett umgebaut, die Arbeiten wurden von einem bekannten Burgenarchitekten des Ordens, Pelenstein überwacht. Die ersten Poternen – die gemauerten unterirdischen Räumlichkeiten, wurden hier zwischen den Jahren 1519 und 1546 eingerichtet. Ein gutes Jahrhundert später wurden für den Schutz die natürlichen Vorburggewässer angeschlossen – drei Ravelins (künstlich aufgeschüttete Inseln in Form eines Flugdrachen, zu der eine Holzbrücke führte) und zwei Halbmonde aufgeschüttet, um die herum Burgschutzgräben eingerichtet wurden.
Im Jahr 1757 wurde Klaipėda wieder von der russischen Armee besetzt, in dem vom Oberst erstellten Lageplan wurden die Basteien Friedrich, Ludwig, Friedrich-Wilhelm und Karl gekennzeichnet. In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde Klaipėda noch mal von Otto von Bismarck fortifiziert – die Gebäude wurden abgerissen und die Poternen für die Verteidigung angepasst. Als das Memelgebiet an Litauen angeschlossen wurde, wurden zwei Basteien abgetragen. Im Jahr 1930 wurde im inneren Hang der Karas Bastei ein Gedenkstein für Vytautas den Großen gebaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Burgterritorium ein Platz der Flugabwehrartillerie eingerichtet und in der östlichen Kurtine – Dieselzisterne für Unterwasserboote. Nach dem Krieg wurde das Gebiet mit Industriegebäuden zugestellt, hier wurde es damit angefangen Schiffe zu reparieren. Seit 1977 wurden hier Forschungen und Arbeiten der Konservation durchgeführt.
Heute ist in der Friedrich Poterne das Burgmuseum, eine Filiale des Preußisch-Litauen Museums, eingerichtet, wo Sie ausgiebige Informationen zu der Geschichte der Stadt und ihrer Burg erhalten werden. Hier werden Sie viele an diesem Ort gefundene archäologische Funde sehen, vertiefen sich in die Geschichte des Werdegangs der Burg und der Stadt und bestaunen die in Miniatur nachgebaute Stadt Klaipėda und ihre Burg des 17. Jahrhunderts.

Klaipėda Burg und Basteien Komplex

Žvejų Str. 10-12, Klaipėda

Klaipėda Burg, damals – Memelburg, wurde das erste Mal in einem Dokument von 29. Juli 1252 genannt, wo der Magister Eberhard von Zeine mit dem Bischof von Kurland Heinrich den Bau einer Burg aus Holz, zwischen Nemunas und Danė, vereinbarten. Die Sechshundertjährige Geschichte der Burg, die sowohl Gotik, wie auch Renaissance Merkmale aufwies, endete in der zweiten Hälfte des 19. Jh., als ihre letzten Mauern abgerissen worden sind. Kann man trotzdem noch etwas aus diesen vergangenen Zeiten im heutigen Klaipėda sehen? Selbstverständlich. Erhalten sind zwei Poternen und ihre Basteien, westliche Kurtine, ein Teil vom Burggraben.
Man geht davon aus, dass die erste Burg fliehburgartig gebaut worden war, sie bestand aus einer viereckigen, mit steinernen Mauern, Wall und Graben umschlossenen Freifläche. Auf dem Hof standen dem Orden und dem Bischof von Kurland, welcher selbst die Bauarbeiten beaufsichtigt hatte, gehörende Holz- und Mauergebäude. Zwischen dem 13. und 14. Jahrhunderten wurde die Burg komplett umgebaut, die Arbeiten wurden von einem bekannten Burgenarchitekten des Ordens, Pelenstein überwacht. Die ersten Poternen – die gemauerten unterirdischen Räumlichkeiten, wurden hier zwischen den Jahren 1519 und 1546 eingerichtet. Ein gutes Jahrhundert später wurden für den Schutz die natürlichen Vorburggewässer angeschlossen – drei Ravelins (künstlich aufgeschüttete Inseln in Form eines Flugdrachen, zu der eine Holzbrücke führte) und zwei Halbmonde aufgeschüttet, um die herum Burgschutzgräben eingerichtet wurden.
Im Jahr 1757 wurde Klaipėda wieder von der russischen Armee besetzt, in dem vom Oberst erstellten Lageplan wurden die Basteien Friedrich, Ludwig, Friedrich-Wilhelm und Karl gekennzeichnet. In der 2. Hälfte des 19. Jh. wurde Klaipėda noch mal von Otto von Bismarck fortifiziert – die Gebäude wurden abgerissen und die Poternen für die Verteidigung angepasst. Als das Memelgebiet an Litauen angeschlossen wurde, wurden zwei Basteien abgetragen. Im Jahr 1930 wurde im inneren Hang der Karas Bastei ein Gedenkstein für Vytautas den Großen gebaut. Während des Zweiten Weltkrieges wurde im Burgterritorium ein Platz der Flugabwehrartillerie eingerichtet und in der östlichen Kurtine – Dieselzisterne für Unterwasserboote. Nach dem Krieg wurde das Gebiet mit Industriegebäuden zugestellt, hier wurde es damit angefangen Schiffe zu reparieren. Seit 1977 wurden hier Forschungen und Arbeiten der Konservation durchgeführt.
Heute ist in der Friedrich Poterne das Burgmuseum, eine Filiale des Preußisch-Litauen Museums, eingerichtet, wo Sie ausgiebige Informationen zu der Geschichte der Stadt und ihrer Burg erhalten werden. Hier werden Sie viele an diesem Ort gefundene archäologische Funde sehen, vertiefen sich in die Geschichte des Werdegangs der Burg und der Stadt und bestaunen die in Miniatur nachgebaute Stadt Klaipėda und ihre Burg des 17. Jahrhunderts.

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