Klaipėda Burgstall

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Priešpilio Str. 2, Klaipėda
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Das Burgstallgebiet in Klaipėda ist eines der ältesten Orte der Stadt, von wo auch der Bau der Stadt begonnen wurde. Nachdem der Burgstall mehrere Jahrzehnte, während hier die Schiffreparaturwerkstätten funktionierten, für die Besucher geschlossen war, atmet es heute wieder Geschichte. In dem in der erhaltenen Friedrich Poterne eingerichtetem Burgmuseum, der Filiale des Preußisch-Litauen Museums, können Sie viele an diesem Ort gefundene archäologische Funde sehen, sich in die Geschichte des Werdegangs der Burg und der Stadt vertiefen, die in Miniatur nachgebaute Stadt Klaipėda und ihre Burg des 17. Jahrhunderts bestaunen.
Die Klaipėda Burg, – damals Memelburg, wurde zum ersten mal am 29. Juli 1252 in einem Dokument erwähnt, im welchen es festgehalten wurde, dass es zwischen Nemunas und Danė eine Holz Burg gebaut werden soll. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg gefestigt und unterschied sich zu damaliger Zeit kaum von den anderen Burgen des Ordens, das war ein massives Backsteingebäude. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg komplett umgebaut und im 17. Jahrhundert nach den Übergriffen der Schweden und zahlreichen Brände wurde das Abwehrsystem der Burg wieder verbessert. Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) verlor die Burg ihre strategische Kriegsbedeutung und wurde verlassen. In den Jahren 1872 – 1874 wurden ihre letzten Gebäude abgerissen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein Teil der Kanäle der Burg zugeschüttet.
Die Archäologen der Klaipėda Universität haben im Sommer 2014 im Burgstallgebiet, in welchem später Konferenzzentrum gebaut worden ist, Ausgrabungen durchgeführt. Das war eine der größten Forschungsexpeditionen nicht nur im Burgstall von Klaipėda, sondern auch eine der größeren im ganzen Litauen. Damals wurden in 5000 Kubikmetern Boden mehr als 2000 Fundstücke gefunden: Hacken, Überzüge, Messer, Spitzen von Armbrustbolzen, Ringe, Broschen, Schnallen, Schlösser. Es wurden auch viele Nägel und Nieten aus Metall, Bleigewichte, Kupferbleche und auch besonders viele Knochen von Haustieren und Vögeln, wie auch Fischgräten gefunden. Die Archäologen haben auch die Mauern der Klaipėda Burg aus den 14. – 15. Jahrhunderten freigelegt – ca. 40 m voneinander entfernt liegende bogenförmige Fragmente der Backstein Mauern, die es bestätigen, dass die Burg ziemlich groß gewesen sein musste. Unter den Fundstücken befanden sich auch Holzkonstruktionen, die den Burgturm gehalten haben.
Im Jahr 2016 wurden Ausgrabungsarbeiten an der nördlichen Kurtine des Klaipėda Burgstalls durchgeführt. Hier fanden die Archäologen die früheste Schicht von Klaipėda, die uns in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts versetzt. Hier fand man Reste von Feuerstellen und Gebäuden, die maximal 20 Quadratmeter groß gewesen sein konnten. Die Spezialisten der Universität Klaipėda fanden hier auch Beispiele der frühen Keramik, Schmuck. Diese und andere Funde lassen die Annahme zu, dass genau an dieser Stelle die Geschichte der Hafenstadt begonnen hatte.

Klaipėda Burgstall

Priešpilio Str. 2, Klaipėda

Das Burgstallgebiet in Klaipėda ist eines der ältesten Orte der Stadt, von wo auch der Bau der Stadt begonnen wurde. Nachdem der Burgstall mehrere Jahrzehnte, während hier die Schiffreparaturwerkstätten funktionierten, für die Besucher geschlossen war, atmet es heute wieder Geschichte. In dem in der erhaltenen Friedrich Poterne eingerichtetem Burgmuseum, der Filiale des Preußisch-Litauen Museums, können Sie viele an diesem Ort gefundene archäologische Funde sehen, sich in die Geschichte des Werdegangs der Burg und der Stadt vertiefen, die in Miniatur nachgebaute Stadt Klaipėda und ihre Burg des 17. Jahrhunderts bestaunen.
Die Klaipėda Burg, – damals Memelburg, wurde zum ersten mal am 29. Juli 1252 in einem Dokument erwähnt, im welchen es festgehalten wurde, dass es zwischen Nemunas und Danė eine Holz Burg gebaut werden soll. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg gefestigt und unterschied sich zu damaliger Zeit kaum von den anderen Burgen des Ordens, das war ein massives Backsteingebäude. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg komplett umgebaut und im 17. Jahrhundert nach den Übergriffen der Schweden und zahlreichen Brände wurde das Abwehrsystem der Burg wieder verbessert. Nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) verlor die Burg ihre strategische Kriegsbedeutung und wurde verlassen. In den Jahren 1872 – 1874 wurden ihre letzten Gebäude abgerissen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein Teil der Kanäle der Burg zugeschüttet.
Die Archäologen der Klaipėda Universität haben im Sommer 2014 im Burgstallgebiet, in welchem später Konferenzzentrum gebaut worden ist, Ausgrabungen durchgeführt. Das war eine der größten Forschungsexpeditionen nicht nur im Burgstall von Klaipėda, sondern auch eine der größeren im ganzen Litauen. Damals wurden in 5000 Kubikmetern Boden mehr als 2000 Fundstücke gefunden: Hacken, Überzüge, Messer, Spitzen von Armbrustbolzen, Ringe, Broschen, Schnallen, Schlösser. Es wurden auch viele Nägel und Nieten aus Metall, Bleigewichte, Kupferbleche und auch besonders viele Knochen von Haustieren und Vögeln, wie auch Fischgräten gefunden. Die Archäologen haben auch die Mauern der Klaipėda Burg aus den 14. – 15. Jahrhunderten freigelegt – ca. 40 m voneinander entfernt liegende bogenförmige Fragmente der Backstein Mauern, die es bestätigen, dass die Burg ziemlich groß gewesen sein musste. Unter den Fundstücken befanden sich auch Holzkonstruktionen, die den Burgturm gehalten haben.
Im Jahr 2016 wurden Ausgrabungsarbeiten an der nördlichen Kurtine des Klaipėda Burgstalls durchgeführt. Hier fanden die Archäologen die früheste Schicht von Klaipėda, die uns in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts versetzt. Hier fand man Reste von Feuerstellen und Gebäuden, die maximal 20 Quadratmeter groß gewesen sein konnten. Die Spezialisten der Universität Klaipėda fanden hier auch Beispiele der frühen Keramik, Schmuck. Diese und andere Funde lassen die Annahme zu, dass genau an dieser Stelle die Geschichte der Hafenstadt begonnen hatte.

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