Lentainiai Burgwall

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Užupio Str., Dorf Radikiai, Domeikava, Kreis Kaunas
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Der auch mit den Namen Kleboniškis und Pekelka genannte Lentainiai Burgwall befindet sich auf dem rechten Neris Ufer. Sie finden ihn in dem in Domeikava Dorfschaft sich befindenden Dorf Radikiai. Der Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – Anfang des 2. Jahrtausends datiert. Aus der archäologischen Sicht ist der ganze Komplex wertvoll – der Burgwall selbst, die Siedlung und der Radikiai Friedhof.

Die Hänge des Lentainiai Burgwalls sind steil, ihre Höhe beträgt bis zu 30 Metern. Die längliche, ovale Freifläche ist ca. 350 m2 groß. In der Mitte der Freifläche wurde im Jahr 1915 ein Betonbunker eingerichtet – diese Bauarbeiten haben den Burgwall beschädigt, da für das Zudecken des Bunkers die Erde von dem nordwestlichen Wall verwendet wurde. Heute wird die Freifläche nicht bearbeitet, hier findet man einige Kiefern und einen ca. 4 mm hohen Hügel, der auch die Stelle des Bunkers markiert.

Das erste Mal wurde der Burgwall im Jahr 1911 von Ludwik Krzywicki untersucht, der in Litauen über 200 Burgwälle erforschte. Bei seinen Reisen wurde er von seinen, später berühmt gewordenen, Studenten Povilas Višinskis und Vladas Nagevičius begleitet. L. Krzywicki konnte hier aber nichts Wertvolles finden. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges wurde der Burgwall von einem anderen Experten dieses Gebiets – Petras Tarasenka, und 1971 von dem Geschichtsinstitut untersucht. Einige Quellen behaupten, dass es in dem Lentainiai Burgwall früher eine vorchristliche Kirche der baltischen Religion gab, wo möglicherweise schwarze Hunde als Opfergabe gebracht worden sind.

Die Siedlung am Burgwall wurde in den Jahren 1938, 2001 – 2004 erforscht, sie wird mit der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends datiert. Im 14. Jh. wurden in dem breiten, aus zwei Teilen bestehenden Territorium der Siedlung Reste von alten Häusern, Feuerstellen, Anspitzern, rauer und getöpferter Keramik, Haustierknochen, Lehmputzreste, wie auch durchgebranntem Geröll gefunden. Im südlichen Teil der früheren Siedlung sind jetzt Kleingärten eingerichtet, hier wird der Boden bearbeitet und aufgrund dessen die Kulturschicht zerstört. Unberührt blieb bis jetzt nur der Teil der früheren Siedlung direkt an dem Lentainiai Burgwall. Ungefähr 500 m entfernt befindet sich der mit 2. – 16. Jh. datierte Radikiai Friedhof.

Die Spitze des Lentainiai Burgwalls erreichen Sie über eine Holztreppe. Von oben eröffnet sich ein beeindruckender Überblick über die Natur von Kaunas Bezirk, von hier aus sieht man aber auch die Mehrfamilienhäuser von Šilainiai, einem der größten Viertel der Stadt Kaunas.

Lentainiai Burgwall

Užupio Str., Dorf Radikiai, Domeikava, Kreis Kaunas

Der auch mit den Namen Kleboniškis und Pekelka genannte Lentainiai Burgwall befindet sich auf dem rechten Neris Ufer. Sie finden ihn in dem in Domeikava Dorfschaft sich befindenden Dorf Radikiai. Der Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – Anfang des 2. Jahrtausends datiert. Aus der archäologischen Sicht ist der ganze Komplex wertvoll – der Burgwall selbst, die Siedlung und der Radikiai Friedhof.

Die Hänge des Lentainiai Burgwalls sind steil, ihre Höhe beträgt bis zu 30 Metern. Die längliche, ovale Freifläche ist ca. 350 m2 groß. In der Mitte der Freifläche wurde im Jahr 1915 ein Betonbunker eingerichtet – diese Bauarbeiten haben den Burgwall beschädigt, da für das Zudecken des Bunkers die Erde von dem nordwestlichen Wall verwendet wurde. Heute wird die Freifläche nicht bearbeitet, hier findet man einige Kiefern und einen ca. 4 mm hohen Hügel, der auch die Stelle des Bunkers markiert.

Das erste Mal wurde der Burgwall im Jahr 1911 von Ludwik Krzywicki untersucht, der in Litauen über 200 Burgwälle erforschte. Bei seinen Reisen wurde er von seinen, später berühmt gewordenen, Studenten Povilas Višinskis und Vladas Nagevičius begleitet. L. Krzywicki konnte hier aber nichts Wertvolles finden. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges wurde der Burgwall von einem anderen Experten dieses Gebiets – Petras Tarasenka, und 1971 von dem Geschichtsinstitut untersucht. Einige Quellen behaupten, dass es in dem Lentainiai Burgwall früher eine vorchristliche Kirche der baltischen Religion gab, wo möglicherweise schwarze Hunde als Opfergabe gebracht worden sind.

Die Siedlung am Burgwall wurde in den Jahren 1938, 2001 – 2004 erforscht, sie wird mit der zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends datiert. Im 14. Jh. wurden in dem breiten, aus zwei Teilen bestehenden Territorium der Siedlung Reste von alten Häusern, Feuerstellen, Anspitzern, rauer und getöpferter Keramik, Haustierknochen, Lehmputzreste, wie auch durchgebranntem Geröll gefunden. Im südlichen Teil der früheren Siedlung sind jetzt Kleingärten eingerichtet, hier wird der Boden bearbeitet und aufgrund dessen die Kulturschicht zerstört. Unberührt blieb bis jetzt nur der Teil der früheren Siedlung direkt an dem Lentainiai Burgwall. Ungefähr 500 m entfernt befindet sich der mit 2. – 16. Jh. datierte Radikiai Friedhof.

Die Spitze des Lentainiai Burgwalls erreichen Sie über eine Holztreppe. Von oben eröffnet sich ein beeindruckender Überblick über die Natur von Kaunas Bezirk, von hier aus sieht man aber auch die Mehrfamilienhäuser von Šilainiai, einem der größten Viertel der Stadt Kaunas.

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