Raudondvaris Schloss

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Pilies Pfad 1, Raudondvaris, Kreis Kaunas
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Das Schloss von Raudondvaris (dt. Rothof) ist ein Architekturdenkmal aus der litauischen Renaissance des Anfang 17. Jahrhunderts. Das von einheimischen und ausländischen Touristen zahlreich besuchte Schloss befindet sich auf der Terrasse der Hochebene auf dem rechten Nevėžis Ufer, neben dem Zusammenfluss von Nevėžis und Nemunas, 9 km von Kaunas, in Richtung Jurbarkas, entfernt. Das Hauptgebäude des Ensembles – Palast mit Turm. In einem 3,8 ha großen Park gibt es noch zwei Dienstgebäude, Orangerie, Gestüt, Kühlraum.
Es wird behauptet, dass in der zweiten Hälfte des 16. Jh. der pakamaris (einer der höchsten Beamten im Großfürstentum Litauens, in der Königlichen Republik Polen-Litauen, Richter bei Streitigkeiten wenn es um Grenzen ging) – Vaitiekus Dzevaltauskas mit dem Bau von dem Raudondvaris Schloss begonnen hatte. Die rote Farbe der Mauern des Schlosses beeinflusste auch den Namen der Ortschaft. Obwohl es Burg Eigenschaften aufwies – Turm, Schießscharten – so diente dieses Schloss niemals zu Verteidigungszwecken und war ausschließlich repräsentativ. Das Schloss wurde von einigen Adelsfamilien geführt – Dzevaltovskiai, Kosakovskiai, Radvilos, Vorlovskiai, Zabielos, Tiškevičiai.

Tiškevičiai waren diejenigen, die das Schloss, nach dem Brand während der Aufstände im Jahr 1831, wieder restauriert haben. Das restaurierte Schloss bekam neogothische Akzente. Tiškevičiai haben zusätzliche Gebäude gebaut (Orangerie, Scheune, Gestüt u. a.), den Park eingerichtet. In dem Zeitraum ihrer Herrschaft, bis zu dem Ersten Weltkrieg, wurde das Raudondvaris Schloss zu einem Kulturzentrum, war wegen seiner Gemäldekollektionen, der Bibliothek bekannt.

In den Jahren des Ersten Weltkrieges niederließ sich im Schloss die Deutsche Ober Ost Stabsverwaltung. Interessant ist, dass der deutsche Schriftsteller Arnold Zweig, der zu dieser Zeit hier gearbeitet hatte, hier sein Roman Mindaugas II (1937, auf Litauisch – 1955) geschrieben hat, wo er die Räume und Bücher des Raudondvaris Schlosses beschrieb.

In der Zwischenkriegszeit war hier ein Kinderheim untergebracht. Zum Schluss des Zweiten Weltkrieges wurden das Schloss und die Orangerie von den sich zurückziehenden Deutschen abgebrannt. In der Zeit der sowjetischen Okkupation war hier das Landwirtschaftsinstitut für Mechanik und Elektrifizierung in Litauen untergebracht. Das Ensemble wurde wiederaufgebaut und bekam seine Renaissance Merkmale zurück. Heute sind im Schloss ein Kunstinkubator, Kaunas Bezirksmuseum, Restaurant, Tourismus- und Wirtschaftsinformationszentrum des Kaunas Bezirkes untergebracht. Im Schlosspark wird jedes Jahr am 6. Juli der Nationalfeiertag gefeiert, im September findet hier ein Landwirtschaftsfest Rudens sambariai statt, in den Wintermonaten leuchtet hier der Weihnachtsbaum des Kaunas Bezirkes.

Raudondvaris Schloss

Pilies Pfad 1, Raudondvaris, Kreis Kaunas

Das Schloss von Raudondvaris (dt. Rothof) ist ein Architekturdenkmal aus der litauischen Renaissance des Anfang 17. Jahrhunderts. Das von einheimischen und ausländischen Touristen zahlreich besuchte Schloss befindet sich auf der Terrasse der Hochebene auf dem rechten Nevėžis Ufer, neben dem Zusammenfluss von Nevėžis und Nemunas, 9 km von Kaunas, in Richtung Jurbarkas, entfernt. Das Hauptgebäude des Ensembles – Palast mit Turm. In einem 3,8 ha großen Park gibt es noch zwei Dienstgebäude, Orangerie, Gestüt, Kühlraum.
Es wird behauptet, dass in der zweiten Hälfte des 16. Jh. der pakamaris (einer der höchsten Beamten im Großfürstentum Litauens, in der Königlichen Republik Polen-Litauen, Richter bei Streitigkeiten wenn es um Grenzen ging) – Vaitiekus Dzevaltauskas mit dem Bau von dem Raudondvaris Schloss begonnen hatte. Die rote Farbe der Mauern des Schlosses beeinflusste auch den Namen der Ortschaft. Obwohl es Burg Eigenschaften aufwies – Turm, Schießscharten – so diente dieses Schloss niemals zu Verteidigungszwecken und war ausschließlich repräsentativ. Das Schloss wurde von einigen Adelsfamilien geführt – Dzevaltovskiai, Kosakovskiai, Radvilos, Vorlovskiai, Zabielos, Tiškevičiai.

Tiškevičiai waren diejenigen, die das Schloss, nach dem Brand während der Aufstände im Jahr 1831, wieder restauriert haben. Das restaurierte Schloss bekam neogothische Akzente. Tiškevičiai haben zusätzliche Gebäude gebaut (Orangerie, Scheune, Gestüt u. a.), den Park eingerichtet. In dem Zeitraum ihrer Herrschaft, bis zu dem Ersten Weltkrieg, wurde das Raudondvaris Schloss zu einem Kulturzentrum, war wegen seiner Gemäldekollektionen, der Bibliothek bekannt.

In den Jahren des Ersten Weltkrieges niederließ sich im Schloss die Deutsche Ober Ost Stabsverwaltung. Interessant ist, dass der deutsche Schriftsteller Arnold Zweig, der zu dieser Zeit hier gearbeitet hatte, hier sein Roman Mindaugas II (1937, auf Litauisch – 1955) geschrieben hat, wo er die Räume und Bücher des Raudondvaris Schlosses beschrieb.

In der Zwischenkriegszeit war hier ein Kinderheim untergebracht. Zum Schluss des Zweiten Weltkrieges wurden das Schloss und die Orangerie von den sich zurückziehenden Deutschen abgebrannt. In der Zeit der sowjetischen Okkupation war hier das Landwirtschaftsinstitut für Mechanik und Elektrifizierung in Litauen untergebracht. Das Ensemble wurde wiederaufgebaut und bekam seine Renaissance Merkmale zurück. Heute sind im Schloss ein Kunstinkubator, Kaunas Bezirksmuseum, Restaurant, Tourismus- und Wirtschaftsinformationszentrum des Kaunas Bezirkes untergebracht. Im Schlosspark wird jedes Jahr am 6. Juli der Nationalfeiertag gefeiert, im September findet hier ein Landwirtschaftsfest Rudens sambariai statt, in den Wintermonaten leuchtet hier der Weihnachtsbaum des Kaunas Bezirkes.

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