Veiviržėnai (Vilkiai) Burgwall

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Veiviržėnai, Kreis Klaipėda
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Das auf beiden Seiten des Veiviržas Flusses befindende Städtchen Veiviržėnai ist schon seit dem 13. Jh. bekannt. Das ist eines der bildhaftesten Ecken des Klaipėda Bezirkes, dessen hügeliges Relief nicht nur von einem der größten Nebenflüsse von Minija, sondern auch von vielen von ihm abzweigenden Bächen durchzogen ist. Der auf dem Kap der Hochebene sich befindende Burgwall ist auch der Beginn des Städtchens, bekannt auch noch unter dem Namen Vilkės.
Das mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datierte Objekt ist das einzige im ganzen Bezirk von Klaipėda, welches eine Vorburg hatte, die sich östlich von dem Burgwall befand. Eine Vorburg – ist eine befestigte Siedlung neben einem Burgwall, die mit stärkeren Befestigungen als gewöhnliche Siedlungen geschützt wurde. Vorburgen wurden meist an Orten eingerichtet, die auch natürlich geschützt waren, z. B. auf einer Hochebene neben Burgwall. In solchen Siedlungen wohnten meist die Handwerker und auch Geschäftsleute.
Die Freifläche des Burgwalls ist mittelgroß, trapezförmig und mit einem Wall am östlichen Ende. Die viereckige Freifläche wurde auf der Seite der Hochebene von einem Graben geschützt und auf der südlichen Seite gab es kleinere Wälle. Die Hänge des Burgwalls sind steil, bis zu 15 hoch und etwas von Fluss ausgewaschen. Die Freifläche der Vorburg wird nicht bearbeitet.
Im Jahr 1905 wurde der Burgwall von einem Enthusiasten der litauischen Burgwälle und Forscher Ludwik Krzywicki erforscht. Er entdeckte hier eine 45 cm dicke Kulturschicht, allerdings ohne jegliche Funde. In seinen Aufzeichnungen erwähnte L. Krzywicki allergings die vom Priester gefundenen drei steinernen Geschosse. Die archäologischen Forschungsuntersuchungen am Burgwall wurden im Jahr 1963 von dem Litauischen Geschichtsinstitut durchgeführt.
Am rechten Ufer von Veiviržas, süd-südwestlich vom Burgwall gab es einen großen Friedhof, wo auch Römische Münzen gefunden wurden. Unter den Funden auch ein Messingarmband aus dem 8. – 9. Jh.
Es werden Legenden über die hier gewesene heilige Kultstätte der Balten, das hier brennende ewige Feuer und die für die Göttin Milda gebrachten Opfergaben erzählt. Der Eindruck dieser Geschichte wird von den ringsherum wachsenden alten Eichen verstärkt. 1962 wurde eine Erzählung der Einwohnerin von Veiviržėnai Ona Vernickaitė aufgeschrieben: diese Berge wurden von den hier gekommenen Schweden aufgeschüttet. Nächstes Mal als ein Schwedenking in seinem Handschuh Sand brachte, sprach sein Vater zu ihm: „Kind, es wird eine Zeit geben, da werden diese Menschen arm sein“. Das sind wir auch. Dann kehrten die Schweden über Deutschland zurück nach Schweden.

Veiviržėnai (Vilkiai) Burgwall

Veiviržėnai, Kreis Klaipėda

Das auf beiden Seiten des Veiviržas Flusses befindende Städtchen Veiviržėnai ist schon seit dem 13. Jh. bekannt. Das ist eines der bildhaftesten Ecken des Klaipėda Bezirkes, dessen hügeliges Relief nicht nur von einem der größten Nebenflüsse von Minija, sondern auch von vielen von ihm abzweigenden Bächen durchzogen ist. Der auf dem Kap der Hochebene sich befindende Burgwall ist auch der Beginn des Städtchens, bekannt auch noch unter dem Namen Vilkės.
Das mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datierte Objekt ist das einzige im ganzen Bezirk von Klaipėda, welches eine Vorburg hatte, die sich östlich von dem Burgwall befand. Eine Vorburg – ist eine befestigte Siedlung neben einem Burgwall, die mit stärkeren Befestigungen als gewöhnliche Siedlungen geschützt wurde. Vorburgen wurden meist an Orten eingerichtet, die auch natürlich geschützt waren, z. B. auf einer Hochebene neben Burgwall. In solchen Siedlungen wohnten meist die Handwerker und auch Geschäftsleute.
Die Freifläche des Burgwalls ist mittelgroß, trapezförmig und mit einem Wall am östlichen Ende. Die viereckige Freifläche wurde auf der Seite der Hochebene von einem Graben geschützt und auf der südlichen Seite gab es kleinere Wälle. Die Hänge des Burgwalls sind steil, bis zu 15 hoch und etwas von Fluss ausgewaschen. Die Freifläche der Vorburg wird nicht bearbeitet.
Im Jahr 1905 wurde der Burgwall von einem Enthusiasten der litauischen Burgwälle und Forscher Ludwik Krzywicki erforscht. Er entdeckte hier eine 45 cm dicke Kulturschicht, allerdings ohne jegliche Funde. In seinen Aufzeichnungen erwähnte L. Krzywicki allergings die vom Priester gefundenen drei steinernen Geschosse. Die archäologischen Forschungsuntersuchungen am Burgwall wurden im Jahr 1963 von dem Litauischen Geschichtsinstitut durchgeführt.
Am rechten Ufer von Veiviržas, süd-südwestlich vom Burgwall gab es einen großen Friedhof, wo auch Römische Münzen gefunden wurden. Unter den Funden auch ein Messingarmband aus dem 8. – 9. Jh.
Es werden Legenden über die hier gewesene heilige Kultstätte der Balten, das hier brennende ewige Feuer und die für die Göttin Milda gebrachten Opfergaben erzählt. Der Eindruck dieser Geschichte wird von den ringsherum wachsenden alten Eichen verstärkt. 1962 wurde eine Erzählung der Einwohnerin von Veiviržėnai Ona Vernickaitė aufgeschrieben: diese Berge wurden von den hier gekommenen Schweden aufgeschüttet. Nächstes Mal als ein Schwedenking in seinem Handschuh Sand brachte, sprach sein Vater zu ihm: „Kind, es wird eine Zeit geben, da werden diese Menschen arm sein“. Das sind wir auch. Dann kehrten die Schweden über Deutschland zurück nach Schweden.

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