Veršvai Burgwall

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Vilijampolė, Kaunas
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Der in Vilijampolė, am rechten Ufer von Nemunas, sich befindende Veršvai oder Lampėdžiai Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – 14. Jh. datiert. Die Archäologen behaupten, dass im 13.-14. Jahrhundert hier eine Burg aus Holz gestanden haben muss, die während der Kriege mit dem Deutschen Orden zerstört worden ist. Somit ist dieser Burgwall bedeutsam, wenn man über die Anfänge des litauischen Staats redet.

Die Freifläche des Burgwalls ist fast viereckig und 12 x 9 m groß. An ihrer östlichen Seite gibt es einen 3,5 m hohen und 20 m breiten Wall. Am südwestlichen Hang, 2 m unterhalb der Spitze gibt es eine 3 m breite Terrasse. Die Hänge des Burgwalls sind steil und bis zu 37 m hoch. Der Burgwall ist mit Laubbäumen und Büschen bewachsen.

Bei der Erforschung des Burgwalls wurde im Jahr 1986 oben auf dem Platz eine ein Meter dicke, mit dem 1. Jahrtausend v. Chr. – 14. Jh. datierte Kulturschicht mit Säulenplätzen, glatter Keramik und Resten von Schmiedewerken aus den 18. -19. Jahrhundert entdeckt.

Am Fuß des Burgwalls, an der nördlichen Seite, gab es im 1. Jahrtausend v. Chr. – 14. Jh. eine Siedlung. Diese wurde in den Jahren 1985 – 1986 und 1997 erforscht. Bis zum Beginn der Bauarbeiten der westlichen Umgehungsstraße, wurden hier noch Gebäudereste, Feuersteinkratzer, Schaber, Splitter, Metallmesser, Steinanspitzer und Teile der Mahlgänge gefunden.

Ca. 1 km in südöstlicher Richtung von dem Veršvai Burgwall entfernt gab es im 2.-14. Jh. einen Friedhof, der in den Jahren 1938 – 1941 und 1954 erforscht worden ist. Hier wurden 700 Gräber von Leichen-, Aschebestattungen von Menschen und auch Gräber mit Skeletten von Pferden, wie auch unterschiedliche Grabbeigaben gefunden.

Der Burgwall wurde mehrmals von dem Fotografen, Ethnografen Balys Buračas fotografiert. In seinen Tagebüchern berichtet er, dass während seiner Besuche im Jahr 1931 ein Einheimischer ihm erzählt hätte, dass der Burgwall hohl sei und im Berg sich ein Keller befände. B. Buračas ist es auch gelungen die Herkunft der Bezeichnung des von dem Burgwall gut sichtbaren Lampėdžiai Tals zu erkunden. Es wird erzählt, dass früher im Tal sich Laumės (feenhafte Wesen in der baltischen Mythologie) versammelt, hier gebadet und sich auch anders vergnügt hatten. Diese Wesen haben im Sand ihre Spuren hinterlassen (Spuren auf lt. pėdos), so wurde es damit angefangen diesen Ort Laumpėda (dt. Spuren der Laumės) zu nennen, später assimillierte die Bezeichnung.

An der Aufräumung und aktuaisierung des Burgwalls beteiligt sich aktiv die Veršvai Gemeinschaft. Hier werden regelmäßig Gemeindefeiern, Nationalfeierage oder traditionelle baltischen Feste gefeiert, zu denen immer die Städter und auch Besucher der Stadt Kaunas eingeladen werden.

Veršvai Burgwall

Vilijampolė, Kaunas

Der in Vilijampolė, am rechten Ufer von Nemunas, sich befindende Veršvai oder Lampėdžiai Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – 14. Jh. datiert. Die Archäologen behaupten, dass im 13.-14. Jahrhundert hier eine Burg aus Holz gestanden haben muss, die während der Kriege mit dem Deutschen Orden zerstört worden ist. Somit ist dieser Burgwall bedeutsam, wenn man über die Anfänge des litauischen Staats redet.

Die Freifläche des Burgwalls ist fast viereckig und 12 x 9 m groß. An ihrer östlichen Seite gibt es einen 3,5 m hohen und 20 m breiten Wall. Am südwestlichen Hang, 2 m unterhalb der Spitze gibt es eine 3 m breite Terrasse. Die Hänge des Burgwalls sind steil und bis zu 37 m hoch. Der Burgwall ist mit Laubbäumen und Büschen bewachsen.

Bei der Erforschung des Burgwalls wurde im Jahr 1986 oben auf dem Platz eine ein Meter dicke, mit dem 1. Jahrtausend v. Chr. – 14. Jh. datierte Kulturschicht mit Säulenplätzen, glatter Keramik und Resten von Schmiedewerken aus den 18. -19. Jahrhundert entdeckt.

Am Fuß des Burgwalls, an der nördlichen Seite, gab es im 1. Jahrtausend v. Chr. – 14. Jh. eine Siedlung. Diese wurde in den Jahren 1985 – 1986 und 1997 erforscht. Bis zum Beginn der Bauarbeiten der westlichen Umgehungsstraße, wurden hier noch Gebäudereste, Feuersteinkratzer, Schaber, Splitter, Metallmesser, Steinanspitzer und Teile der Mahlgänge gefunden.

Ca. 1 km in südöstlicher Richtung von dem Veršvai Burgwall entfernt gab es im 2.-14. Jh. einen Friedhof, der in den Jahren 1938 – 1941 und 1954 erforscht worden ist. Hier wurden 700 Gräber von Leichen-, Aschebestattungen von Menschen und auch Gräber mit Skeletten von Pferden, wie auch unterschiedliche Grabbeigaben gefunden.

Der Burgwall wurde mehrmals von dem Fotografen, Ethnografen Balys Buračas fotografiert. In seinen Tagebüchern berichtet er, dass während seiner Besuche im Jahr 1931 ein Einheimischer ihm erzählt hätte, dass der Burgwall hohl sei und im Berg sich ein Keller befände. B. Buračas ist es auch gelungen die Herkunft der Bezeichnung des von dem Burgwall gut sichtbaren Lampėdžiai Tals zu erkunden. Es wird erzählt, dass früher im Tal sich Laumės (feenhafte Wesen in der baltischen Mythologie) versammelt, hier gebadet und sich auch anders vergnügt hatten. Diese Wesen haben im Sand ihre Spuren hinterlassen (Spuren auf lt. pėdos), so wurde es damit angefangen diesen Ort Laumpėda (dt. Spuren der Laumės) zu nennen, später assimillierte die Bezeichnung.

An der Aufräumung und aktuaisierung des Burgwalls beteiligt sich aktiv die Veršvai Gemeinschaft. Hier werden regelmäßig Gemeindefeiern, Nationalfeierage oder traditionelle baltischen Feste gefeiert, zu denen immer die Städter und auch Besucher der Stadt Kaunas eingeladen werden.

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