Vieškūnai Burgwall

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Palemonas, Kaunas
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Der in Palemonas sich befindende Burgwall, der mit den Namen Amaliai Burgwall oder Šuneliškės Berg genannt wird, wurde erst im Jahr 1992 entdeckt. Möglicherweise genau aus diesem Grund, dass es so lange unentdeckt wurde, ist es eines der am besten erhalten gebliebenen Burgwälle in Litauen. Dieser Burgwall wird mit der zweiten Hälfte des 14. Jh. datiert.

Einst stand auf dem Burgwall eine hölzerne Burg, die als Teil des Verteidigungsrings gebaut wurde und der Verteidigung der Kaunas Burg von der südöstlichen Seite dienen sollte. Diese Burg wurde mindestens einmal überfallen. Der Name dieser Burg ist leider unbekannt. Neben der Burg, am Fuße des Burgwalls, wurde an der Stelle einer Steinzeitsiedlung eine neue Siedlung gegründet, die solange wie auch der Burgwall existiert hatte. Die Siedlung wurde im Jahr 2000 ausgiebiger erforscht. In der Kulturschicht aus dem 14. Jh. wurden Keramik, Haustierknochen, Lehmputz, Schmuck aus Messing, Reste von Eisenwaffen gefunden.

Eine der Legenden über den Burgwall besagt, dass die Tochter des Gutshofs Besitzers hier sich das Leben genommen hat. Man glaubt daran, dass es hier spukt und ein Hundebellen zu hören ist. Deshalb auch der Name Šuneliškės (šuo auf lt. Hund).

In den Jahren 1998 – 2002 wurde der Burgwall, der von dem Kaunasser Meer teilweise ausgespült wurde, wiederaufgebaut (es wird behauptet, dass Wasser und Bodenerosion auf diesem Gebiet an die 50 Burgwälle vernichtet haben). Der erodierende Hang wurde wiederhergestellt und befestigt, ein Teil der Bäume wurden gefällt, eine Treppe, Bänke, Schaukeln aufgebaut. Am Fuß des Burgwalls wurde ein Denkmal für die von Kaunasser Meer weggespülten Žiegždriai, Rumšiškės, Dovainoniai, Guogai und Pelekoniai Burgwälle aufgebaut. Hier wurde ein Opferstein gemauert.

Zu jeder Jahreszeit eröffnen sich von dem Burgwall bezaubernde Ausblicke über das Kaunasser Meer, die Sandhänge und die Perle des litauischen Barocks – das Pažaislis Kloster. An diesem abgelegenen Ort kann man abschalten und das Vogelgezwitscher genießen, gleich in der Nähe gibt es auch einen Lakštingalų (dt. Nachtigallen) Tal, ein einzigartiges von der Natur erschaffenes Fleckchen. Im Jahr 1937 hatte sich neben dem Tal die Dichterin Salomėja Nėris niedergelassen und heute kann hier ihr Museum besichtigt werden. Auf der anderen Seite des Lakštingalų Tals befindet sich der Kaunas Jachtklub.

Von hier aus sieht man auch die staatlich geschürzten Ruinen des Palemonas Forts der Festung von Kaunas, die mit einer Kette von 29 Schutzbefestigungen umringt ist. Gleich in der Nähe gibt es auch einen historischen ökologischen Weg Pažinimas (dt. Wahrnehmung). In dem nicht bewirtschafteten Boden des Forts, der Palemonas Wiese, wachsen viele wertvolle, im Roten Buch gelistete, Pflanzen.

Vieškūnai Burgwall

Palemonas, Kaunas

Der in Palemonas sich befindende Burgwall, der mit den Namen Amaliai Burgwall oder Šuneliškės Berg genannt wird, wurde erst im Jahr 1992 entdeckt. Möglicherweise genau aus diesem Grund, dass es so lange unentdeckt wurde, ist es eines der am besten erhalten gebliebenen Burgwälle in Litauen. Dieser Burgwall wird mit der zweiten Hälfte des 14. Jh. datiert.

Einst stand auf dem Burgwall eine hölzerne Burg, die als Teil des Verteidigungsrings gebaut wurde und der Verteidigung der Kaunas Burg von der südöstlichen Seite dienen sollte. Diese Burg wurde mindestens einmal überfallen. Der Name dieser Burg ist leider unbekannt. Neben der Burg, am Fuße des Burgwalls, wurde an der Stelle einer Steinzeitsiedlung eine neue Siedlung gegründet, die solange wie auch der Burgwall existiert hatte. Die Siedlung wurde im Jahr 2000 ausgiebiger erforscht. In der Kulturschicht aus dem 14. Jh. wurden Keramik, Haustierknochen, Lehmputz, Schmuck aus Messing, Reste von Eisenwaffen gefunden.

Eine der Legenden über den Burgwall besagt, dass die Tochter des Gutshofs Besitzers hier sich das Leben genommen hat. Man glaubt daran, dass es hier spukt und ein Hundebellen zu hören ist. Deshalb auch der Name Šuneliškės (šuo auf lt. Hund).

In den Jahren 1998 – 2002 wurde der Burgwall, der von dem Kaunasser Meer teilweise ausgespült wurde, wiederaufgebaut (es wird behauptet, dass Wasser und Bodenerosion auf diesem Gebiet an die 50 Burgwälle vernichtet haben). Der erodierende Hang wurde wiederhergestellt und befestigt, ein Teil der Bäume wurden gefällt, eine Treppe, Bänke, Schaukeln aufgebaut. Am Fuß des Burgwalls wurde ein Denkmal für die von Kaunasser Meer weggespülten Žiegždriai, Rumšiškės, Dovainoniai, Guogai und Pelekoniai Burgwälle aufgebaut. Hier wurde ein Opferstein gemauert.

Zu jeder Jahreszeit eröffnen sich von dem Burgwall bezaubernde Ausblicke über das Kaunasser Meer, die Sandhänge und die Perle des litauischen Barocks – das Pažaislis Kloster. An diesem abgelegenen Ort kann man abschalten und das Vogelgezwitscher genießen, gleich in der Nähe gibt es auch einen Lakštingalų (dt. Nachtigallen) Tal, ein einzigartiges von der Natur erschaffenes Fleckchen. Im Jahr 1937 hatte sich neben dem Tal die Dichterin Salomėja Nėris niedergelassen und heute kann hier ihr Museum besichtigt werden. Auf der anderen Seite des Lakštingalų Tals befindet sich der Kaunas Jachtklub.

Von hier aus sieht man auch die staatlich geschürzten Ruinen des Palemonas Forts der Festung von Kaunas, die mit einer Kette von 29 Schutzbefestigungen umringt ist. Gleich in der Nähe gibt es auch einen historischen ökologischen Weg Pažinimas (dt. Wahrnehmung). In dem nicht bewirtschafteten Boden des Forts, der Palemonas Wiese, wachsen viele wertvolle, im Roten Buch gelistete, Pflanzen.

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