Žardė, Kuncai Burgwall mit Siedlung

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Žardupės Str., Klaipėda
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Kuncai, Bandužiai, Burg Berg, Gaidžiai (dt. Hähne) Berg – in so vielen unterschiedlichen Namen wird der Burgwall genannt, der sich südlicher von Klaipėda Stadtviertel Žardininkai befindet, neben dem früheren Dorf Žardė, das im Jahr 1997 der Stadt angeschlossen wurde.
Der Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datiert. Er wurde in einem Hügel, am rechten Ufer des Bachs Smeltalė eingerichtet. Die Freifläche ist rund, mit einem Durchmesser von 30 m, umringt von einem 1,5 m hohen und 15 m breiten Wall, der auf der westlichen Seite am besten erhalten geblieben ist. Die Hänge sind mittelsteil, 3 – 8 m hoch. Der Burgwall ist von Schützengraben und Graben zerstört, mit Laubbäumen und Büschen bewachsen, die unteren Teile der Hänge werden nicht bewirtschaftet. Am westlichen Hang verläuft ein Feldweg.
Die archäologischen Forschungsuntersuchungen am Burgwall wurden im Jahr 1963 von dem Litauischen Geschichtsinstitut durchgeführt. Die Siedlung wurde in den Jahren 1990-1991, 1993-1994, 1996, 1999-2000 untersucht. 600 m nördlicher gibt es einen aus den 2. – 13. Jahrhunderten stammenden Bandužiai Friedhof, das in den Jahren 1974, 1985-1989 erforscht wurde. Während der Ausbreitung der Stadt Klaipėda in die südliche Richtung in den Jahren der Sowjetischen Okkupation, wurde der Friedhof fast zerstört – die Bauarbeiter fanden beim Ausheben der Fundamentgraben zahlreiche Gräber. Funde aus dem Friedhof findet man heute im Historischen Museum Kleinlitauens (lt. Mažosios Lietuvos istorijos muziejus).
Südwestlich vom Burgwall wurde eine Siedlung entdeckt. Hier wurde eine bis zu 1,7 m dicke aus den 11. – 13. Jh. stammende Kulturschicht entdeckt, mit Resten von Holzgebäuden, Feuerstellen, Steinöfen, Metallschmelzofen, Messingbroschen, Gewichte eines Webstuhls, Schiff Nieten, Halsketten aus Glasperlen, Keramik, Haustierknochen.
Im Burgwall stand die im Jahr 1253 erwähnte Kuren Burg Žardė. Man geht davon aus, dass im frühen Mittelalter in der Umgebung der Burg ca. 500 Personen gewohnt haben könnten – für damalige Zeit ist es ziemlich große Anzahl. Das war nach Palanga das zweite Handelszentrum im litauischen Gebiet des frühen Mittelalters.
Als das Zentrum von Pilsotas –kleinsten Landschaften der Kuren – war die Burg Žardė ein Teil eines eigenartigen dreipoligen Gebildes, wozu noch die Laistai und Gibišiai Burgen gehörten. Die einen Dreieck formenden Festungen waren nur maximal einen Kilometer voneinander entfernt. Der Laistai Burgwall, der sich auf der anderen Seite von Smiltalė befindet, kann auch heute noch besucht werden. Gibišiai wurden zerstört, obwohl die älteren Städter erzählten, dass noch im siebenten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts es neben dem Bach auf der weiten Wiese einen Hügel gab.
Auf dem Žardė Burgwall wurde es in den letzten Jahren damit begonnen hier altertümliche Feste der Balten und andere kalendarische Feste zu feiern.

Žardė, Kuncai Burgwall mit Siedlung

Žardupės Str., Klaipėda

Kuncai, Bandužiai, Burg Berg, Gaidžiai (dt. Hähne) Berg – in so vielen unterschiedlichen Namen wird der Burgwall genannt, der sich südlicher von Klaipėda Stadtviertel Žardininkai befindet, neben dem früheren Dorf Žardė, das im Jahr 1997 der Stadt angeschlossen wurde.
Der Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datiert. Er wurde in einem Hügel, am rechten Ufer des Bachs Smeltalė eingerichtet. Die Freifläche ist rund, mit einem Durchmesser von 30 m, umringt von einem 1,5 m hohen und 15 m breiten Wall, der auf der westlichen Seite am besten erhalten geblieben ist. Die Hänge sind mittelsteil, 3 – 8 m hoch. Der Burgwall ist von Schützengraben und Graben zerstört, mit Laubbäumen und Büschen bewachsen, die unteren Teile der Hänge werden nicht bewirtschaftet. Am westlichen Hang verläuft ein Feldweg.
Die archäologischen Forschungsuntersuchungen am Burgwall wurden im Jahr 1963 von dem Litauischen Geschichtsinstitut durchgeführt. Die Siedlung wurde in den Jahren 1990-1991, 1993-1994, 1996, 1999-2000 untersucht. 600 m nördlicher gibt es einen aus den 2. – 13. Jahrhunderten stammenden Bandužiai Friedhof, das in den Jahren 1974, 1985-1989 erforscht wurde. Während der Ausbreitung der Stadt Klaipėda in die südliche Richtung in den Jahren der Sowjetischen Okkupation, wurde der Friedhof fast zerstört – die Bauarbeiter fanden beim Ausheben der Fundamentgraben zahlreiche Gräber. Funde aus dem Friedhof findet man heute im Historischen Museum Kleinlitauens (lt. Mažosios Lietuvos istorijos muziejus).
Südwestlich vom Burgwall wurde eine Siedlung entdeckt. Hier wurde eine bis zu 1,7 m dicke aus den 11. – 13. Jh. stammende Kulturschicht entdeckt, mit Resten von Holzgebäuden, Feuerstellen, Steinöfen, Metallschmelzofen, Messingbroschen, Gewichte eines Webstuhls, Schiff Nieten, Halsketten aus Glasperlen, Keramik, Haustierknochen.
Im Burgwall stand die im Jahr 1253 erwähnte Kuren Burg Žardė. Man geht davon aus, dass im frühen Mittelalter in der Umgebung der Burg ca. 500 Personen gewohnt haben könnten – für damalige Zeit ist es ziemlich große Anzahl. Das war nach Palanga das zweite Handelszentrum im litauischen Gebiet des frühen Mittelalters.
Als das Zentrum von Pilsotas –kleinsten Landschaften der Kuren – war die Burg Žardė ein Teil eines eigenartigen dreipoligen Gebildes, wozu noch die Laistai und Gibišiai Burgen gehörten. Die einen Dreieck formenden Festungen waren nur maximal einen Kilometer voneinander entfernt. Der Laistai Burgwall, der sich auf der anderen Seite von Smiltalė befindet, kann auch heute noch besucht werden. Gibišiai wurden zerstört, obwohl die älteren Städter erzählten, dass noch im siebenten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts es neben dem Bach auf der weiten Wiese einen Hügel gab.
Auf dem Žardė Burgwall wurde es in den letzten Jahren damit begonnen hier altertümliche Feste der Balten und andere kalendarische Feste zu feiern.

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