Žemaičių Kalvarija Burgwall, sog. Hügel des Heiligen Johannes

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Žemaičių Kalvarija, Kreis Plungė
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Šv. Jono kalnu)
Das Netz der Wege und Straßen aus dem 9. – 13. Jh. erhaltene Städtchen Žemaičių Kalvarija, früher auch Gardai genannt, hat viel Kulturerbe und Natur, wie auch zahleiche archäologische und sakrale Besonderheiten zu bieten. Eine Legende erzählt, dass der Kriwe der Balten einst befohlen hatte, dass alle durch diesen Ort reisende Menschen die vom weiter entfernt kamen, einen Sack Erde mitbringen und es hier auskippen sollten. Auf diesem zusammengetragenen Burgwall im heutigen Žemaičių Kalvarija stand die alte Gardai Burg. Diese wird im Schreiben des Livländischen Ordens und des Kuren Bischofs Heinrich vom 5. April 1253, wo es um die Teilung der südlichen Länder der Kuren geht, erwähnt. Später stand hier die erste Kapelle des Heiligen Johannes in Gardai Gemeinde.
Der mit 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datierte Burgwall wurde am rechten Varduva Ufer, am Zusammenfluss mit Pagardenis eingerichtet. Seine Freifläche ist viereckig, länglich in nord-südliche Richtung, 40 x 35 m groß, mit einer 2,5 m niedrigeren östlichen Seite. Auf der südlichen Seite der Freifläche wurde ein 35 m langer, 2 m hoher und 28 m breiter Wall aufgeschüttet, hinter welchem es einen heute nicht mehr erkennbaren Graben gab. Die Hänge sind steil, 12 m hoch. Der Burgwall wird nicht bearbeitet, am westlichen Hang wachsen einige Bäume.
Der Burgwall wurde beschädigt als auf Befehl des Bischofs Jurgis Tiškevičius hier 1637 – 1639 Kalvarija (damals bekam das Städtchen den Namen Žemaičių Kalvarija) eingerichtet wurde. Am nördlichen Ende der Freifläche steht eine gemauerte Kapelle Die Festnahme von Herrn Jesus, auf dem südlichen Wall – eine Kapelle aus Holz Jesus betet im Olivengarten und gemauerte Skulptur von der Christus Festnahme.
Am Anfang des 20. Jh. führte hier die ersten Forschungsuntersuchungen der Burgwallforscher Ludwik Krzywicki durch und 1964 wurde er von dem Litauischen Geschichtsinstitut erforscht. Im Jahr 2004 wurde eine Fläche von 4 m2 an der Kapelle untersucht, hier wurden Scherben getöpferter Keramik mit horizontalen Linien, und in einigen Jahren noch vereinzelte Funde, entdeckt.
Nordöstlich von dem Burgwall, auf der anderen Seite von Varduva, gibt es eine Siedlung auf einer Fläche von 0,5 ha, hier wurde modellierte Keramik gefunden. 250 m nördlicher gibt es einen Friedhof aus dem 9. – 13. Jh., das im Jahr 2002 erforscht wurde.
Am Burgwall, auch noch dem Heiligen Hügel des Johannes genannt, steht ein Bildstock zum 600-jährigen Jubiläum der Taufe der Niederlitauer. Der Bildstock wurde von einem niederlitauischen Bildhauer, Kreuzmacher Antanas Vaškys aus Eichenholz gemacht. Das Heiligenbild stellt den Bischof dar, wie er einen im Bach Varduva stehenden Niederlitauer tauft, hier werden auch Johannes der Täufer bei der Taufe von Jesus, wie auch die Herrscher Litauens Vytautas und Jogaila dargestellt.

Žemaičių Kalvarija Burgwall, sog. Hügel des Heiligen Johannes

Žemaičių Kalvarija, Kreis Plungė

Šv. Jono kalnu)
Das Netz der Wege und Straßen aus dem 9. – 13. Jh. erhaltene Städtchen Žemaičių Kalvarija, früher auch Gardai genannt, hat viel Kulturerbe und Natur, wie auch zahleiche archäologische und sakrale Besonderheiten zu bieten. Eine Legende erzählt, dass der Kriwe der Balten einst befohlen hatte, dass alle durch diesen Ort reisende Menschen die vom weiter entfernt kamen, einen Sack Erde mitbringen und es hier auskippen sollten. Auf diesem zusammengetragenen Burgwall im heutigen Žemaičių Kalvarija stand die alte Gardai Burg. Diese wird im Schreiben des Livländischen Ordens und des Kuren Bischofs Heinrich vom 5. April 1253, wo es um die Teilung der südlichen Länder der Kuren geht, erwähnt. Später stand hier die erste Kapelle des Heiligen Johannes in Gardai Gemeinde.
Der mit 1. Jahrtausend – 13. Jahrhundert datierte Burgwall wurde am rechten Varduva Ufer, am Zusammenfluss mit Pagardenis eingerichtet. Seine Freifläche ist viereckig, länglich in nord-südliche Richtung, 40 x 35 m groß, mit einer 2,5 m niedrigeren östlichen Seite. Auf der südlichen Seite der Freifläche wurde ein 35 m langer, 2 m hoher und 28 m breiter Wall aufgeschüttet, hinter welchem es einen heute nicht mehr erkennbaren Graben gab. Die Hänge sind steil, 12 m hoch. Der Burgwall wird nicht bearbeitet, am westlichen Hang wachsen einige Bäume.
Der Burgwall wurde beschädigt als auf Befehl des Bischofs Jurgis Tiškevičius hier 1637 – 1639 Kalvarija (damals bekam das Städtchen den Namen Žemaičių Kalvarija) eingerichtet wurde. Am nördlichen Ende der Freifläche steht eine gemauerte Kapelle Die Festnahme von Herrn Jesus, auf dem südlichen Wall – eine Kapelle aus Holz Jesus betet im Olivengarten und gemauerte Skulptur von der Christus Festnahme.
Am Anfang des 20. Jh. führte hier die ersten Forschungsuntersuchungen der Burgwallforscher Ludwik Krzywicki durch und 1964 wurde er von dem Litauischen Geschichtsinstitut erforscht. Im Jahr 2004 wurde eine Fläche von 4 m2 an der Kapelle untersucht, hier wurden Scherben getöpferter Keramik mit horizontalen Linien, und in einigen Jahren noch vereinzelte Funde, entdeckt.
Nordöstlich von dem Burgwall, auf der anderen Seite von Varduva, gibt es eine Siedlung auf einer Fläche von 0,5 ha, hier wurde modellierte Keramik gefunden. 250 m nördlicher gibt es einen Friedhof aus dem 9. – 13. Jh., das im Jahr 2002 erforscht wurde.
Am Burgwall, auch noch dem Heiligen Hügel des Johannes genannt, steht ein Bildstock zum 600-jährigen Jubiläum der Taufe der Niederlitauer. Der Bildstock wurde von einem niederlitauischen Bildhauer, Kreuzmacher Antanas Vaškys aus Eichenholz gemacht. Das Heiligenbild stellt den Bischof dar, wie er einen im Bach Varduva stehenden Niederlitauer tauft, hier werden auch Johannes der Täufer bei der Taufe von Jesus, wie auch die Herrscher Litauens Vytautas und Jogaila dargestellt.

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