Žvaginiai (Žadeikiai) Burgwall

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Endriejavas, Kreis Klaipėda
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Das schon im 16. Jahrhundert erwähnte und heute fast verschwundene Ablinga Dorf ist wegen eines tragischen Geschehens im Zweiten Weltkrieges bekannt. Gleich neben Žadeikiai gab es die Ablingos (Amelinge) Burg. Sie wird im Teilungsakt des Keklys Kurlandes vom 4. April 1253, zwischen dem Livländischen Orden und dem Bischof, erwähnt. An die alten Zeiten erinnert heute der Žvaginiai (Žadeikiai) Burgwall, der heute auch noch Žvaginkalnis genannt wird.
Der Burgwall wurde auf der Spitze des im Umkreis höchsten Endriejavas Hügels (148,3 m) eingerichtet. Seine Hänge sind mittelsteil, 15 m hoch, mit Laubbäumen bewachsen, teilweise nicht bearbeitet. Die Freifläche des Burgwalls ist trapezförmig, länglich, durch zwei Wälle geschützt.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, beim Graben von Kies oder Gräben auf dem Burgwall, wurde versteinerte Kohle gefunden. Diese wurden auch bei den Bauarbeiten am Triangulationsturm entdeckt Die Bauarbeiten beschädigten den Burgwall, der Turm ist aber nicht erhalten geblieben. Im 7. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden beim Kiesgraben einige Riesen Ringe gefunden (höchstwahrscheinlich handelte es sich um Armreifen). Im Jahr 1972 wurde auf der Freifläche des Burgwalls eine 1,25 m2 Fläche untersucht – hier fand man eine über 1,3 m dicke Kulturschicht mit getöpferter Keramik, Verbranntem. Der Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jh. datiert.
Auf dem auf der Freifläche des Burgwalls sich befindenden Friedhof wurde ein Teil der Opfer vom 23. Juni 1941, dem zweiten Kriegstag, beerdigt. Die deutschen Soldaten haben viele der Einwohner der Ablinga und Žvaginiai Dörfer erschossen, insgesamt gab es 42 Opfer. Nach dem Massaker wurde das Dorf zerstört und verbrannt.
Im Jahr 1972 wurde auf dem westlichen Hang des Burgwalls, der höchsten Stelle im ganzen Bezirk von Klaipėda, eine Gedenkstätte, in Gedenken an die tragischen Ereignisse von Ablinga, eingerichtet – hier wurden dreißig Skulpturen im Volksstil aus Eichenholz aufgestellt. Eine der Skulpturen stellt einen Trauzeugen dar, da am Tag der Tragödie eine Hochzeit stattfinden sollte. Das ist in Litauen die erste gemeinschaftlich geschaffene Gedenkstätte aus Volksskulpturen.
Dank Bemühungen von Alfonsas Šiaulytis, der während des Massakers viele Angehörige verloren hatte, wurde 1985 in der Nähe des Burgwalls, am Dirsteika Bach die Wallfahrtstelle für Gottesmutter von Ablinga wiederaufgebaut, die in der Zwischenkriegszeit von Magdalena Čiuladienė eingerichtet wurde. Hier werden religiöse Gedenkfeiern für die Opfer aus dem Dorf organisiert, heilige Messe gefeiert und Lieder gesungen.
Es wird erzählt, dass auf dem Berg das heilige Feuer brannte und es eine Opferstelle gab. Andere Legende erzählt darüber, dass nachts auf dem Berg ein Priester mit einer wunderschönen Stimme gesungen und gespielt hatte.

Žvaginiai (Žadeikiai) Burgwall

Endriejavas, Kreis Klaipėda

Das schon im 16. Jahrhundert erwähnte und heute fast verschwundene Ablinga Dorf ist wegen eines tragischen Geschehens im Zweiten Weltkrieges bekannt. Gleich neben Žadeikiai gab es die Ablingos (Amelinge) Burg. Sie wird im Teilungsakt des Keklys Kurlandes vom 4. April 1253, zwischen dem Livländischen Orden und dem Bischof, erwähnt. An die alten Zeiten erinnert heute der Žvaginiai (Žadeikiai) Burgwall, der heute auch noch Žvaginkalnis genannt wird.
Der Burgwall wurde auf der Spitze des im Umkreis höchsten Endriejavas Hügels (148,3 m) eingerichtet. Seine Hänge sind mittelsteil, 15 m hoch, mit Laubbäumen bewachsen, teilweise nicht bearbeitet. Die Freifläche des Burgwalls ist trapezförmig, länglich, durch zwei Wälle geschützt.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, beim Graben von Kies oder Gräben auf dem Burgwall, wurde versteinerte Kohle gefunden. Diese wurden auch bei den Bauarbeiten am Triangulationsturm entdeckt Die Bauarbeiten beschädigten den Burgwall, der Turm ist aber nicht erhalten geblieben. Im 7. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurden beim Kiesgraben einige Riesen Ringe gefunden (höchstwahrscheinlich handelte es sich um Armreifen). Im Jahr 1972 wurde auf der Freifläche des Burgwalls eine 1,25 m2 Fläche untersucht – hier fand man eine über 1,3 m dicke Kulturschicht mit getöpferter Keramik, Verbranntem. Der Burgwall wird mit dem 1. Jahrtausend – 13. Jh. datiert.
Auf dem auf der Freifläche des Burgwalls sich befindenden Friedhof wurde ein Teil der Opfer vom 23. Juni 1941, dem zweiten Kriegstag, beerdigt. Die deutschen Soldaten haben viele der Einwohner der Ablinga und Žvaginiai Dörfer erschossen, insgesamt gab es 42 Opfer. Nach dem Massaker wurde das Dorf zerstört und verbrannt.
Im Jahr 1972 wurde auf dem westlichen Hang des Burgwalls, der höchsten Stelle im ganzen Bezirk von Klaipėda, eine Gedenkstätte, in Gedenken an die tragischen Ereignisse von Ablinga, eingerichtet – hier wurden dreißig Skulpturen im Volksstil aus Eichenholz aufgestellt. Eine der Skulpturen stellt einen Trauzeugen dar, da am Tag der Tragödie eine Hochzeit stattfinden sollte. Das ist in Litauen die erste gemeinschaftlich geschaffene Gedenkstätte aus Volksskulpturen.
Dank Bemühungen von Alfonsas Šiaulytis, der während des Massakers viele Angehörige verloren hatte, wurde 1985 in der Nähe des Burgwalls, am Dirsteika Bach die Wallfahrtstelle für Gottesmutter von Ablinga wiederaufgebaut, die in der Zwischenkriegszeit von Magdalena Čiuladienė eingerichtet wurde. Hier werden religiöse Gedenkfeiern für die Opfer aus dem Dorf organisiert, heilige Messe gefeiert und Lieder gesungen.
Es wird erzählt, dass auf dem Berg das heilige Feuer brannte und es eine Opferstelle gab. Andere Legende erzählt darüber, dass nachts auf dem Berg ein Priester mit einer wunderschönen Stimme gesungen und gespielt hatte.

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